| Inhaltsverzeichnis |
- Einleitung
- Geschichte
- Sportmedizin
- Unterschiede zwischen
Beach- und Hallenhandball
- Regeln:
- Regel
1 - Die Spielfläche
- Regel 2 - Spielzeit, Schlußsignal
und Time-out
- Regel 3 - Der Ball
- Regel 4 - Mannschaft, Auswechselung, Ausrüstung
- Regel 5 - Der Torwart
- Regel 6 - Der Torraum
- Regel 7 - Spielen des Balles, passives Spiel
- Regel 8 - Regelwidrigkeiten und Vergehen
- Regel 9 - Der Torgewinn
- Regel 10 - Der Schiedsrichterwurf
- Regel 11 - Der Einwurf
- Regel 12 - Der Abwurf
- Regel 13 - Der Freiwurf
- Regel 14 - Der 6-m-Wurf
- Regel 15 - Allgemeine Anweisungen zur Ausführung
der Würfe
- Regel 16 - Die Strafen
- Regel 17 - Die Schiedsrichter
- Regel 18 - Zeitnehmer und Sekretär
Videos:
- 6m-Strafwurf
- Angriff-Torerfolg
- Angriff-Torwurf
- Ballverlust beim
Torwurf
- Konter gehalten
- Kontertor
- Penalty
- Schrittfehler
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Einleitung
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Trendsportarten boomen.
So auch der Beachhandball. Er stellt eine Variante des bekannten
Hallenhandballs dar, allerdings nicht in der Halle und auch nicht
auf dem Großfeld - sondern auf einer Sandspielfläche.
Er verbindet Sport, Spaß, Sonne und Strand. Handball im Sand
ist urlaubstauglich, denn der Leistungsdruck im Vergleich zum Hallenhandball
ist deutlich geringer ausgeprägt und auch die legendären
Beachparties nach den Turnieren vermitteln ein angenehmes Urlaubsflair.
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| Geschichte
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In der Vergangenheit
wurde Beachhandball vor allem in den südeuropäischen Ländern
gespielt. Heute begeistern sich immer mehr deutsche Fans für
die Trendsportart. Urspünglich wurde Beachhandball in den achtziger
Jahren in Ländern Südeuropas wie Italien und Spanien gespielt.
Der DHB weihte die erste Beachhandball-Anlage 1994 im schwäbischen
Bartenbach ein. Damit legte er den Grundstein für eine breiten-
und freizeitorientierte Ergänzung zum Wettkampfhandball in
der Halle und zur Erschließung eines neuen Publikums, was
sich schon 1995 bei Turnierangeboten an Nord- und Ostsee bewies.
Im August 1999 fand in Cuxhaven die erste offizielle Deutsche Meisterschaft
statt, im gleichen Jahr wurde erstmals eine Auswahlmannschaft der
Männer und Frauen zusammengestellt. Die erste Europameisterschaft
trug man im Jahr 2000 im italienischen Gaeta aus. Im Rahmen der
World Games fand 2001 in Japan erstmals eine Weltmeisterschaft für
Frauen statt, welche die deutschen Frauen positiv gestalten konnten
und Vizeweltmeister wurden.
Inzwischen werden bundesweit mehr als 35 Masterturniere pro Jahr
ausgetragen. Dabei kommen 80% der Austragungsorte von Ismaning bis
Berlin ohne Küste aus.
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| Sportmedizin
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Beachhandball gilt
aus sportmedizinischer Sicht als eine sehr sportdynamische und schnellkraft-induzierende
Sportart. Sie stellt im maximalen Kraft- und Ausdauerbereich starke
körperliche Anforderungen an die Beachhandballer/innen. Auch
die Torleute werden außerordentlich stark gefordert. Trotz
der hohen Belastungsintensität traten die handballspezifischen
Verletzungen an Schulter-, Ellenbogen-, Knie-, Sprung- und Handgelenk
nicht auf. Vielmehr mussten eher banale Verletzungen, wie Schürfwunden
oder Fußnagelverletzungen wegen irgendwelcher im Sand liegender
Fremdkörper behandelt werden. Die aus den sportmedizinischen
Untersuchungen gewonnenen Ergebnisse zeigten, dass die Sportart
Beachhandball trotz hoher körperlicher Beanspruchung zu den
weniger verletzungsträchtigen Sportarten gehört.
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| Unterschiede
zwischen Hallen- und
Beachhandball
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Hallenhandball
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Beachhandball
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| der
Aufbau des Spielfeldes |
der
Aufbau des Spielfeldes |
| der
Anwurf wird ausgelost |
Schiedsrichterball |
| es
werden Tore gezählt |
es
werden Punkte gezählt |
| nach
dem Torerfolg wird auf Pfiff des SR ein Anwurf ausgeführt |
nach
dem Torerfolg wird das Spiel mit dem Torabwurf fortgesetzt |
| der
SR kann eine Disqulifikation nach Regel 16.6 aussprechen, der Spieler
darf ersetzt werden |
die
Bestrafung geht wie beim Hallenhandball vor sich, außerdem bekommt
die gegenerische Mannschaft 5 Punkte gutgeschrieben |
| der
ruhende Ball darf nicht aus dem Torraum aufgenommen werden |
der
ruhende Ball darf aus dem Torraum aufgenommen werden |
| bei
einem Freiwurf hat der Gegner 3m Abstand zu halten |
bei
einem Freiwurf hat der Gegner 1m Abstand zu halten |
| Mannschaften
können mit dem 7-m-Wurf gestraft werden |
Mannschaften
können mit dem 6-m-Wurf gestraft werden |
| kommt
ein Wechselfehler vor, entscheiden die SR auf Freiwurf |
kommt
ein Wechselfehler vor, entscheiden die SR auf Freiwurf, außerdem
bekommen die Gegner 1 Punkt |
| geht
der Ball von der blockenden Deckung ins Aus, wird der Einwurf an der
Stelle ausgeführt, an der der Ball das Spielfeld verließ;
der Einwurf kann als Torwurf ausgeführt werden |
geht
der Ball von der blockenden Deckung ins Aus, wird der Einwurf an der
Schnittstelle von Torraumlinie und Seitenlinie; der Einwurf kann
nicht als Torwurf ausgeführt werden |
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Spielregeln
für den Beach-Handball
-
REGEL 1
"DIE SPIELFLÄCHE"
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Die
Spielfläche
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| 1.1
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Die
Spielfläche ist ein Rechteck von 27 m Länge und 12
m Breite und umfaßt ein Spielfeld und zwei Torräume.
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Der
Untergrund der Spielfläche muß aus mindestens 40
cm tiefem Sand bestehen. Die Beschaffenheit der Spielfläche
darf im Spielverlauf nicht zugunsten einer Mannschaft verändert
werden.
Eine Sicherheitszone um die Spielfläche von ca. 3 m sollte
gegeben sein.
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| 1.2
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Das
Spielfeld ist 15 m lang und 12 m breit. Für die Begrenzung
muss ein bis zu 8 cm breites, elastisches, farbiges Band oder
Seil benutzt werden.
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| 1.3
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Alle
Linien auf der Spielfläche sind integraler Bestandteil
des Bereichs, den sie begrenzen.
Die Längsseiten der Spielfläche heißen Seitenlinien,
die Breitseiten Torauslinien.
Die Linie zwischen den Torpfosten heißt Torlinie und
wird im Sand gezogen.

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| 1.4
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Tor
In der Mitte der Torauslinie steht das Tor. Es ist 3m breit
und 2 m hoch.
In der Mitte der beiden Torauslinien steht ein Tor.
Die Tore sind im Lichten 2 m hoch und 3 m breit und müssen
fest im Sand verankert sein. Die Verankerungen müssen gegen
Verletzungsgefahr geschützt werden.
Die Pfosten des Tores sind durch eine Querlatte fest verbunden.
Ihre hintere Kante muss mit der hinteren Seite der Torauslinie
verlaufen. Torpfosten und Latte müssen quadratisch sein
(8 cm). Sie müssen auf den drei vom Spielfeld einzusehenden
Seiten mit zwei kontrastierenden Farben gestrichen sein, die
sich ebenfalls deutlich vom Hintergrund abheben sollen.
Jedes Tor muss mit einem Netz versehen sein. Dieses muss so
aufgehängt werden, dass ein in das Tor geworfener Ball
normalerweise im Tor verbleibt.
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| 1.5
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Torraum
Vor jedem Tor befindet sich der Torraum (Regel 6).
Der Torraum ist begrenzt durch die Torraumlinie und wird folgendermassen
geschaffen: vor der Torauslinie wird in 6 m Abstand, parallel
dazu ein Band oder Seil befestigt.
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| 1.6
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Zeitnehmertisch
Der Zeitnehmertisch sollte mindestens drei bis vier Personen
Platz bieten und wird an der Spielfeldhälfte mit mindestens
3 m Abstand zur Seitenlinie aufgestellt.
Der Zeitnehmertisch muss derart aufgestellt werden, dass die
Auswechselräume vom Zeitnehmer/Sekretär zu sehen sind.
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| 1.7
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Auswechselräume
Der Auswechselraum für Feldspieler ist 15 m lang und ca.
3 m breit. Es befindet sich je ein Auswechselraum an jeder Seite
des Spielfeldes ausserhalb der Seitenlinien.
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| 1.8
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a)
Die Austrittszone des Torhüters ist die Seitenlinie im
Bereich des Auswechselraums und die Seitenlinie im Bereich des
eigenen Torraumes, auf der Seite des Auswechselraums der eigenen
Mannschaft gestattet (4:13, 5:12).
b) Die Eintrittszone der Torhüter ist jeweils die Seitenlinie
im Bereich des eigenen Torraums, auf der Seite des Auswechselraums
der eigenen Mannschaft (4:13, 5:12) |
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-
REGEL 2
SPIELBEGINN,
SPIELZEIT, SCHLUßSIGNAL,
TIME-OUT, TEAM TIME-OUT
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Spielbeginn
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| 2.1
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Vor
dem Spiel losen die Schiedsrichter die Seitenwahl und den Auswechselraum
aus.
Die gewinnende Mannschaft wählt die Spielfeldseite oder
die Längsseite des Auswechselraums. Die zweite Mannschaft
wählt anschließend entsprechend der Wahl der ersten
Mannschaft.
Nach der Pause werdendie Seiten gewechselt aber die Auswechselräume
werden nicht gewechselt.
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| 2.2
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Das
Spiel sowie das "Golden Goal" beginnt in jeder Halbzeit mit
einem Schiedsrichterwurf (10:1-2) nach Anpfiff des Schiedsrichters
(2:5).
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| 2.3
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Die
Feldspieler platzieren sich auf dem gesamten Spielfeld.
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Spielzeit
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| 2.4
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Das
Spiel besteht aus zwei Halbzeiten, die getrennt gewertet werden.
Jede Halbzeit dauert 10 Minuten (siehe jedoch Regel 2:6, 2:8
und 4:2). Die Pause dauert 5 Minuten.
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| 2.5
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Die
Spielzeit (Start der Zeitmessung und Schiedsrichterwurf) beginnt
mit dem Anpfiff durch den Schiedsrichter.
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| 2.6
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Ist
der Spielstand am Ende der Halbzeit unentschieden, wird das
"Golden Goal" angewendet (9:7). Dieses beginnt mit einem Schiedsrichterwurf
(Regel 10).
Der Sieger erhält für die gewonnene Halbzeit einen
Punkt.
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| 2.7
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Wenn
beide Halbzeiten von derselben Mannschaft gewonnen werden, ist
diese mit 2:0 Punkten Gesamtsieger.
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(Penalty-Video)
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2.8
|
Gewinnt
je eine Mannschaft eine Halbzeit, ist der Spielstand unentschieden.
Da stets ein Sieger zu ermitteln ist, wird ein "Shoot-out" "Einer
gegen den Torwart" gespielt (Regel 9).
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Schlußsignal
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| 2.9
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Die
Spielzeit endet mit dem automatischen Schlußsignal der
öffentlichen Zeitmessanlage oder dem Schlußsignal
des Zeitnehmers. Ertönt kein derartiges Signal, pfeift
der Schiedsrichter, um anzuzeigen, dass die Spielzeit abgelaufen
ist (17:10, 18:1, 18:2).
Kommentar:
Sollte keine öffentliche Zeitmessanlage mit automatischem
Schlußsignal vorhanden sein, bedient sich der Zeitnehmer
einer Tisch- oder Handstoppuhr und beendet das Spiel mit dem
Schlußsignal (18:2).
Bei Benutzung einer öffentlichen Zeitmessanlage sollte
diese, falls möglich, so eingestellt sein, dass sie zum
besseren Verständnis für die Zuschauer von 10 auf
0 läuft.
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| 2.10
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Regelwidrigkeiten
und unsportliches Verhalten vor oder mit dem Ertönen des
Schlusssignals (Halbzeit oder Ende des Spiels) sind zu ahnden,
auch wenn dies erst nach dem Ertönen dieses Signals erfolgen
kann. Die Schiedsrichter beenden das Spiel erst nach dem noch
auszuführenden Freiwurf oder 6-m-Wurf, dessen Ergebnis
abzuwarten ist (Erläuterung 3).
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| 2.11
|
Ertönt
das Schlußsignal (Halbzeit oder Ende des Spiels) gleichzeitig
mit der Ausführung eines Freiwurfs oder 6-m-Wurfs muss
der Wurf wiederholt werden, auch wenn der Ball sich bereits
in der Luft befindet. Das Ergebnis dieses wiederholten Wurfs
ist abzuwarten, bevor die Schiedsrichter das Spiel beenden.
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| 2.12
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Unter
den in den Regeln 2:10-11 beschriebenen Umständen können
gegen Spieler und Mannschaftsoffizielle für Regelwidrigkeiten
und unsportliches Verhalten bei der Ausführung eines Freiwurfs
oder 6-m-Wurfs persönliche Bestrafungen ausgesprochen werden.
Eine Regelwidrigkeit bei der Ausführung eines derartigen
Wurfs kann jedoch keinen Freiwurf in die andere Richtung nach
sich ziehen.
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| 2.13
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Stellen
die Schiedsrichter fest, dass der Zeitnehmer das Spiel zu früh
mit dem Schlußsignal (Halbzeit oder Ende des Spiels) beendet
hat, sind sie verpflichtet, die Spieler auf der Spielfläche
zu behalten und die verbleibende Spielzeit nachspielen zu lassen.
Bei der Wiederaufnahme des Spiels bleibt die Mannschaft in Ballbesitz,
welche zum Zeitpunkt des zu früh ertönten Signals
im Ballbesitz gewesen ist. War der Ball nicht im Spiel, wird
das Spiel mit dem der Spielsituation entsprechenden Wurf fortgesetzt,
andernfalls laut Regel 13:4 a-b mit Freiwurf.
Ist die 1. Halbzeit eines Spiels zu spät beendet worden,
muss die 2. Halbzeit um die entsprechende Zeit verkürzt
werden. Ist die 2. Halbzeit eines Spiels zu spät beendet
worden, können die Schiedsrichter nichts mehr an der Situation
ändern.
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Time-out
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2.14
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Die
Schiedsrichter entscheiden, wann und wie lange die Spielzeit
unterbrochen wird ("Time-out").
In folgenden Situationen ist ein Time-out verbindlich:
a) Disqualifikation, Ausschluss
b) 6-m-Wurf
c) Team-Time-out
d) Pfiff vom Zeitnehmer oder technischen Delegierten
e) notwendige Rücksprache zwischen den Schiedsrichtern
entsprechend Regel 17:9.
f) Hinausstellung eines Offiziellen
Abgesehen von den beschriebenen Situationen, bei denen ein
Time-out verbindlich ist, wird von den Schiedsrichtern erwartet,
dass sie ihr Urteilsvermögen bezüglich der Notwendigkeit
eines Time-out auch in anderen Situationen walten lassen.
Einige typische Situationen, bei denen ein Time-out nicht
verbindlich ist, aber dennoch unter normalen Umständen
gewährt wird, sind:
a) ein Spieler scheint verletzt.
b) eine Mannschaft spielt offenkundig auf Zeit, z.B. Ein Spieler
verlässt die Spielfläche nach einer Hinausstellung
zu langsam, eine Mannschaft verzögert die Ausführung
eines formellen Wurfs oder ein Spieler wirft den Ball weg
oder gibt ihn nicht frei.
c) Wechselfehler oder ein "zusätzlicher" Spieler betritt
die Spielfläche
d) Äussere Einflüsse, z.B. die Bänder oder
Seile müssen neu gerichtet oder befestigt werden.
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| 2.15
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Regelwidrigkeiten
während eines Time-out haben die gleichen Folgen wie Regelwidrigkeiten
während der Spielzeit (Regel 16, Kommentar 1).
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| 2.16
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Bei
einem Time-out geben die Schiedsrichter dem Zeitnehmer das Zeichen
zum Anhalten der Uhr.
Die Spielzeitunterbrechung ist dem Zeitnehmer durch drei kurze
Pfiffe und Handzeichen 16 anzuzeigen.
Nach einem Time-out (15:3b) muss das Spiel durch Anpfiff wiederaufgenommen
werden. Mit diesem Pfiff startet der Zeitnehmer die Uhr.
|
Team
Time-out
|
| 2.17
|
Jede
Mannschaft kann in jeder Halbzeit der normalen Spielzeit ein
Team Time-out von einer Minute beantragen.
Ein Mannschaftsoffizieller der Mannschaft, die ein Team-Time-out
beantragen will, muss deutlich eine "Grüne Karte" zeigen.
Hierzu begibt er sich zur Mitte der Seitenlinie und hält
die grüne Karte deutlich hoch, sodass dieses Zeichen unmittelbar
vom Zeitnehmer erkannt werden kann.
(Die Grüne Karte muss ein Format von etwa 30 x 20 cm haben
und auf jeder Seite ein großes "T" stehen)
Eine Mannschaft kann ihr Team-Time-out nur beantragen, wenn
sie in Ballbesitz ist (Ball im Spiel oder bei Spielunterbrechung).
Unter der Voraussetzung, dass die Mannschaft den Ballbesitz
nicht verliert, bevor der Zeitnehmer pfeifen kann (in diesem
Falle wird das Team Time-out nicht anerkannt), wird der Mannschaft
das Team-Time-out umgehend gewährt.
Der Zeitnehmer unterbricht dann das Spiel durch einen Pfiff,
gibt das Handzeichen für Time-out (Nr. 16) und deutet mit
gestrecktem Arm zur beantragenden Mannschaft. Der Mannschaftsoffizielle
steckt die grüne Karte in der Mitte der Seitenlinie, ca.
1 m von dieser entfernt im Sand und bleibt dort für die
restliche Spieldauer der Halbzeit.
Die Schiedsrichter geben Time-out, und der Zeitnehmer hält
die Spielzeituhr an. Die Schiedsrichter bestätigen das
Team-Time-out, woraufhin der Zeitnehmer eine separate Uhr zur
Kontrolle des Team-Time-out betätigt. Der Sekretär
trägt die Zeit im Spielprotokoll bei der beantragenden
Mannschaft unter der betreffenden Halbzeit ein.
Während des Team-Time-out halten sich die Spieler und Mannschaftsoffiziellen
in Höhe ihrer Auswechselräume auf, entweder auf der
Spielfläche oder im Auswechselraum. Die Schiedsrichter
bleiben in der Mitte der Spielfläche, einer von ihnen sollte
sich aber zwecks Abstimmung kurz zum Zeitnehmertisch begeben.
Regelwidrigkeiten während eines Team-Time-out haben die
gleichen Folgen wie Regelwidrigkeiten während der Spielzeit.
Es ist hier ohne Bedeutung, ob sich die betreffenden Spieler
auf der Spielfläche befinden oder außerhalb. Bei
unsportlichem Verhalten ist eine Hinausstellung gemäß
Regeln 8:4, 16:1d und 16:2c möglich.
Nach 50 Sekunden zeigt der Zeitnehmer durch ein akustisches
Signal an, dass das Spiel in zehn Sekunden fortzusetzen ist.
Die Mannschaften sind gehalten, bei Ablauf des Team-Time-out
zur Wiederaufnahme des Spiels bereit zu sein. Das Spiel wird
entweder mit dem Wurf wiederaufgenommen, welcher der Situation
bei Gewährung des Team-Time-out entspricht, oder - wenn
der Ball im Spiel war - mit einem Freiwurf für die beantragende
Mannschaft an der Stelle, an der sich der Ball bei der Unterbrechung
befand.
Der Zeitnehmer setzt die Spielzeituhr mit dem Anpfiff des Schiedsrichters
in Gang.
Kommentar:
"Ballbesitz" bedeutet auch, wenn es eine Spielfortsetzung mit
Abwurf, Einwurf, Freiwurf oder 6-m-Wurf gibt.
"Ball im Spiel" bedeutet, dass der Spieler Ballkontakt hat (Ball
in der Hand halten, werfen, fangen oder passen zu einem Mitspieler)
oder die Mannschaft in Ballbesitz ist. |
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3.1
|
Gespielt wird
mit einem runden, griffigen Gummiball. Er wiegt für Männerspiele
350 - 370 g und hat einen Umfang von 54 - 56 cm, für
Frauenspiele 280 - 300 g und hat einen Umfang von 50 - 52
cm.
Für
Kinder kann ein kleinerer Ball Verwendung finden.
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| 3.2
|
Vor
jedem Spiel müssen mindestens drei der Regel entsprechende
Bälle vorhanden sein. Die Ersatzbälle befinden sich
in der Mitte hinter jedem Tor in einem im Sand markierten Feld.
|
| 3.3
|
Um
Spielzeitunterbrechungen möglichst zu vermeiden, muss der
vom Schiedsrichter angezeigte Torhüter schnellstens einen
Ersatzball ins Spiel bringen, wenn der Spielball die Spielfläche
verlassen hat.
Kommentar:
Das "IHF-Ballreglement" umfasst die technischen Anforderungen
für Bälle, die bei allen offiziellen, internationalen
Spielen eingesetzt werden. |
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-
REGEL 4
"MANNSCHAFT,
AUSWECHSLUNG, AUSRÜSTUNG"
|
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|
Mannschaft
|
| 4.1
|
Beach
Handball-Spiele und Turniere können für männliche-,
weibliche- und gemischte Mannschaften ausgeschrieben werden.
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| 4.2
|
Eine
Mannschaft besteht grundsätzlich aus bis zu 8 Spielern.
Bei Spielbeginn müssen mindestens 6 anwesend sein. Sinkt
die Zahl der teilnahmeberechtigten Spieler unter 4, ist das
Spiel abzubrechen, und diese Mannschaft hat verloren.
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Auswechslung
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4.3
|
Auf der Spielfläche
dürfen sich höchstens 4 Spieler von jeder Mannschaft
(3 Feldspieler und 1 Torwart) befinden. Die übrigen Spieler
sind Auswechselspieler, die sich auf ihrer Seite im Auswechselraum
aufhalten.
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| 4.4
|
Ein
Spieler oder Mannschaftsoffizieller ist teilnahmeberechtigt,
wenn er beim Anpfiff anwesend und im Spielprotokoll eingetragen
ist.
Nach Spielbeginn eintreffende Spieler/Mannschaftsoffizielle
müssen vom Zeitnehmer/Sekretär die Teilnahmeberechtigung
erhalten und im Spielprotokoll eingetragen werden.
Ein teilnahmeberechtigter Spieler kann die Spielfläche
jederzeit über seine eigene Auswechsellinie betreten (beachte
4:13).
Ein nicht teilnahmeberechtigter Spieler, welcher die Spielfläche
betritt, ist zu disqualifizieren (16:6a). Das Spiel wird mit
einem Freiwurf für die gegnerische Mannschaft wieder aufgenommen
(13:1a-b, Erläuterung 8).
|
|
4.5
|
Die Mannschaft
muss während des gesamten Spielverlaufs einen Spieler
auf der Spielfläche als Torwart benennen. Ein Spieler,
welcher als Torwart gekennzeichnet ist, kann jederzeit die
Position als Feldspieler einnehmen. Ebenso kann ein Feldspieler
jederzeit die Position des Torwarts einnehmen (beachte 4:8).
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| 4.6
|
Eine
Mannschaft darf im Spielverlauf höchstens 4 Mannschaftsoffizielle
einsetzen. Diese Mannschaftsoffiziellen dürfen während
des Spiels nicht ausgewechselt werden. Einer von ihnen ist als
"Mannschaftsverantwortlicher" zu bezeichnen. Nur dieser Offizielle
ist berechtigt, den Zeitnehmer/Sekretär und eventuell die
Schiedsrichter anzusprechen (ausgenommen Regel 2:17).
Im allgemeinen ist ein Mannschaftsoffizieller nicht berechtigt,
während des Spiels die Spielfläche zu betreten. Ein
Verstoß gegen diese Regel ist als unsportliches Verhalten
zu ahnden (8:4, 16:1d, 16:2c und 16:6b). Das Spiel wird mit
einem Freiwurf für die gegnerische Mannschaft fortgesetzt
(13:1a-b; Erläuterung 8).
|
| 4.7
|
Im
Falle einer Verletzung können die Schiedsrichter zwei teilnahmeberechtigten
Personen (4:4) einer Mannschaft die Erlaubnis erteilen, die
Spielfläche bei einem Time-out zu betreten (Handzeichen
16 und 17), um einen verletzten Spieler ihrer Mannschaft zu
versorgen (16:2c,16:6e)
|
Ausrüstung
|
| 4.8
|
Alle
Feldspieler einer Mannschaft müssen einheitliche ärmellose
Trikots tragen. Die Kombinationen von Farbe und Design der beiden
Mannschaften müssen sich deutlich voneinander unterscheiden.
Für die als Torhüter auf der Spielfläche eintretenden
Spieler müssen zwei gleichfarbige Trikots vorhanden sein.
Die Farben müssen sich von den Farben der Feldspieler beider
Mannschaften und des Torwarts der gegnerischen Mannschaft unterscheiden
(17:3).
Von den anwesenden spielberechtigten Spielern müssen maximal
zwei als Torwart gekennzeichnet sein.
Kommentar:
Die Torhüter sollten durchsichtige Trikots überziehen
(zum Beispiel in Leuchtfarben - diese lassen die Original-Rückennummer
des Spielers durchscheinen). |
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| |
|
|



(Video: Konter gehalten)
|
Es
ist dem Torwart erlaubt:
|
| 5.1
|
bei
der Abwehr im Torraum den Ball mit allen Körperteilen zu
berühren.
|
| 5.2
|
sich
im Torraum mit dem Ball ungeachtet der für Feldspieler
geltenden Einschränkungen (7:2-4, 7:7) zu bewegen. Er darf
jedoch die Ausführung des Abwurfs nicht verzögern
(6:5, 12:2 und 15:3b).
|
| 5.3
|
den
Torraum ohne Ball zu verlassen und im Spielfeld mitzuspielen.
Er unterliegt in diesem Fall den Spielregeln für die im
Feld spielenden Spieler.
Der Torraum gilt als verlassen, sobald der Torwart mit irgendeinem
Körperteil den Boden ausserhalb der Torraumlinie berührt.
|
|
|
| 5.4
|
den
Torraum mit dem nicht unter Kontrolle gebrachten Ball zu verlassen
und ihn im Spielfeld weiterzuspielen.
|
Es
ist dem Torwart nicht erlaubt:
|
| 5.5
|
bei
der Abwehr den Gegenspieler zu gefährden (8:2, 8:5).
|
|
|
| 5.6
|
den
Torraum mit dem unter Kontrolle gebrachten Ball zu verlassen
(Freiwurf laut 13:1a wenn der Abwurf angepfiffen war, sonst
immer Wiederholung).
|
|
|
| 5.7
|
nach
Abwurf den Ball ausserhalb des Torraums erneut zu berühren,
bevor dieser einen anderen Spieler berührt hat (13:1a).
|
|
|
| 5.8
|
den
ausserhalb des Torraums am Boden liegenden oder rollenden Ball
zu berühren, solange er sich im Torraum befindet (13:1a).
|
|
|
| 5.9
|
den
ausserhalb des Torraums am Boden liegenden oder rollenden Ball
in den Torraum hereinzuholen (13:1a).
|
|
|
| 5.10
|
mit
dem Ball vom Spielfeld in den Torraum zurückzugehen (13:1a).
|
|
|
| 5.11
|
den
sich in Richtung Spielfeld bewegenden oder im Torraum liegenden
Ball mit dem Unterschenkel oder Fuss zu berühren (13:1a).
|
|
|
Torwartwechsel:
|
| 5.12
|
Das
Eintreten auf die Spielfläche ist dem Torwart nur über
die Seitenlinie im eigenen Torraumbereich, auf der Seite des
Auswechselraums der eigenen Mannschaft gestattet (1:8, 4:13).
Das Austreten ist dem Torhüter nur über die Seitenlinie
im Bereich des Auswechselraums und die Seitenlinie im Bereich
des eigenen Torraumes, auf der Seite des Auswechselraums der
eigenen Mannschaft gestattet (1:8, 4:13). |
|
| |
|
|
|
6.1
|
Der
Torraum darf nur vom Torwart betreten werden (siehe jedoch 6:3).
Der Torraum, einschließlich Torraumlinie, ist betreten,
wenn er von einem Feldspieler mit irgendeinem Körperteil
berührt wird.
|
| 6.2
|
Beim
Betreten des Torraums durch einen Feldspieler ist wie folgt
zu entscheiden:
a) Freiwurf, wenn ein Feldspieler mit dem Ball den Torraum betritt
(13:1a).
b) Freiwurf, wenn ein Feldspieler ohne Ball den Torraum betritt
und dadurch ein Vorteil entsteht (13:1a-b; ausgenommen jedoch
6:2c).
c) 6-m-Wurf, wenn ein Abwehrspieler durch das Betreten des Torraums
eine klare Torgelegenheit vereitelt (14:1a).
|
| 6.3
|
Das
Betreten des Torraums bleibt straffrei:
a) wenn ein Spieler, nachdem er den Ball gespielt hat, den Torraum
betritt, sofern dieses für die Gegenspieler keinen Nachteil
bedeutet.
b) wenn ein Spieler ohne Ball den Torraum betritt und sich dadurch
keinen Vorteil verschafft.
c) wenn ein Abwehrspieler ohne Nachteil für die Gegenspieler
beim oder nach dem Abwehrversuch den Torraum betritt.
|
| 6.4
|
Im
Torraum gehört der Ball dem Torwart (siehe jedoch 6:5).
|
|
|
| 6.5
|
Ein
liegender oder rollender Ball kann stets gespielt werden, auch
im Torraum. Der Feldspieler darf den Torraum dabei aber nicht
betreten (Freiwurf).
Ein sich über dem Torraum in der Luft befindender Ball
darf gespielt werden, ausgenommen beim Abwurf (12:2).
|
| 6.6
|
Gelangt
der Ball in den Torraum, muss er vom Torwart mit einem Abwurf
(Regel 12) wieder ins Spiel gebracht werden.
|
|
|
| 6.7
|
Berührt
ein Spieler der abwehrenden Mannschaft bei einem Abwehrversuch
den Ball, der dann vom Torwart gehalten wird oder im Torraum
liegen bleibt, geht das Spiel mit Abwurf weiter (6:6).
|
|
|
| 6.8
|
Wenn
der Ball in den eigenen Torraum gespielt wird ist wie folgt
zu entscheiden:
a) Tor, wenn der Ball in das Tor gelangt.
b) Freiwurf, wenn der Ball im Torraum liegen bleibt oder wenn
der Torwart den Ball berührt und dieser nicht in das Tor
gelangt (13:1a-b).
c) Einwurf, wenn der Ball die Torauslinie überquert (12:1).
d) Weiterspielen, wenn der Ball den Torraum durchquert und ins
Spielfeld zurückgelangt, ohne dass ihn der Torwart berührt.
|
| |
6.9
|
Ein
Ball, der aus dem Torraum in das Spielfeld zurückgelangt,
bleibt im Spiel. |
|
| |
-
REGEL 7
"SPIELEN
DES BALLES, PASSIVES SPIEL"
|
|
|
|
|
Es
ist erlaubt:
|
| 7.1
|
den
Ball unter Benutzung von Händen (offen oder geschlossen),
Armen, Kopf, Rumpf, Oberschenkel und Knien zu werfen, zu fangen,
zu stoppen, zu stoßen oder zu schlagen.
Das Werfen nach einem liegenden oder rollenden Ball ist auch
erlaubt.
|
| 7.2
|
den
Ball maximal 3 Sekunden zu halten, auch wenn dieser auf dem
Boden liegt (13:1a).
Der Ball darf nicht länger als 3 Sekunden am Boden liegen
und vom gleichen Spieler, der ihn zuletzt berührt hatte,
wieder aufgenommen werden (Freiwurf).
|
|
|
| 7.3
|
sich
mit dem Ball höchstens 3 Schritte zu bewegen (13:1a). Ein
Schritt gilt als ausgeführt:
a) wenn ein mit beiden Füßen auf dem Boden stehender
Spieler einen Fuss abhebt und ihn wieder hinsetzt oder einen
Fuss von einer Stelle zu einer anderen hinbewegt.
b) wenn ein Spieler den Boden mit nur einem Fuss berührt,
den Ball fängt und danach mit dem anderen Fuss den Boden
berührt.
c) wenn ein Spieler nach einem Sprung mit nur einem Fuss den
Boden berührt und danach auf demselben einen Sprung ausführt
oder den Boden mit dem anderen Fuss berührt.
d) wenn ein Spieler nach einem Sprung mit beiden Füßen
gleichzeitig den Boden berührt und danach einen Fuss abhebt
und ihn wieder hinsetzt oder einen Fuss von einer Stelle zu
einer anderen hinbewegt.
Kommentar:
Wird ein Fuss von einer Stelle zu einer anderen hinbewegt und
der zweite Fuss wird nachgezogen gilt es insgesamt als nur ein
Schritt.
|
|
|
| 7.4
|
den
Ball sowohl am Ort als auch im Laufen:
a) einmal zu tippen und mit einer Hand oder beiden Händen
wieder zu fangen.
b) wiederholt mit einer Hand auf den Boden zu prellen oder den
Ball am Boden wiederholt mit einer Hand zu rollen und danach
mit einer Hand oder beiden Händen wieder zu fangen beziehungsweise
aufzunehmen.
Sobald der Ball danach mit einer Hand oder beiden Händen
gefasst wird, muss er innerhalb 3 Sekunden beziehungsweise nach
höchstens 3 Schritten (13:1a) abgespielt werden.
Das Prellen oder Tippen des Balles beginnt dann, wenn der Spieler
mit irgendeinem Körperteil den Ball berührt und Richtung
Boden lenkt.
Nachdem der Ball einen anderen Spieler oder das Tor berührt
hat, ist ein erneutes Tippen oder Prellen und Wiederfangen erlaubt.
|
|
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| 7.5
|
den
Ball von einer Hand in die andere zu führen.
|
|
|
| 7.6
|
den
Ball kniend, sitzend oder liegend weiterzuspielen.
|
|
|
Es
ist nicht erlaubt:
|
| 7.7
|
den
Ball mehr als einmal zu berühren, bevor dieser inzwischen
den Boden, einen anderen Spieler oder das Tor berührt hat
(13:1a).
Fangfehler bleiben straffrei.
Kommentar:
Ein Fangfehler liegt vor, wenn ein Spieler den Ball beim Versuch,
ihn zu fangen oder zu stoppen, nicht unter Kontrolle bringt.
Ein Spieler darf einen bereits unter Kontrolle gebrachten Ball
nach einem Tipp- oder Prellvorgang nur noch einmal berühren.
|
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| 7.8
|
den
Ball mit Fuss oder Unterschenkel zu berühren, ausgenommen
der Spieler wurde von einem Gegenspieler angeworfen (13:1a-b).
|
|
|
| 7.9
|
Berührt
der Ball einen Schiedsrichter auf der Spielfläche wird
weitergespielt.
|
|
|
Passives
Spiel
|
| 7.10
|
Es
ist nicht erlaubt, den Ball im Besitz der eigenen Mannschaft
zu halten, ohne dass ein Angriffsversuch oder ein Versuch, zum
Torwurf zu gelangen, erkennbar ist (Erläuterung 4). Dies
ist passives Spiel, welches mit Freiwurf gegen die ballbesitzende
Mannschaft zu ahnden ist (13:1a).
Der Freiwurf wird an der Stelle ausgeführt, an der sich
der Ball bei der Spielunterbrechung befand.
|
|
|
| 7.11
|
Wird
eine mögliche Tendenz zum passiven Spiel erkennbar, wird
das Warnzeichen (Handzeichen Nr. 11) gezeigt. Dies gibt der
ballbesitzenden Mannschaft die Gelegenheit, die Angriffsweise
umzustellen, um den Ballverlust zu vermeiden. Falls sich die
Angriffsweise nach dem Anzeigen des Warnzeichens nicht ändert,
oder kein Torwurf ausgeführt wird, wird ein Freiwurf gegen
die ballbesitzende Mannschaft gegeben (siehe Erläuterung
4).
In besonderen Situationen können die Schiedsrichter auch
ohne vorheriges Warnzeichen auf Freiwurf gegen die ballbesitzende
Mannschaft entscheiden.
(Beispiel: Bewusstes Auslassen einer klaren Torgelegenheit).
|
|
| |
-
REGEL 8
"REGELWIDRIGKEIT
UND VERGEHEN"
|
|
|
|
|
Es ist erlaubt:
|
| 8.1
|
a)
Arme und Hände zu benutzen, um den Ball zu blocken oder
in Ballbesitz zu gelangen.
b) dem Gegenspieler mit einer offenen Hand den Ball aus jeder
Richtung wegzuspielen.
c) den Gegenspieler mit dem Körper zu sperren, auch wenn
er nicht in Ballbesitz ist.
d) von vorne, mit angewinkelten Armen Körperkontakt zum
Gegenspieler aufzunehmen, ihn auf diese Weise zu kontrollieren
und zu begleiten.
|
Es
ist nicht erlaubt:
|
| 8.2
|
a)
dem Gegenspieler den Ball aus den Händen zu entreißen
oder ihn herauszuschlagen.
b) den Gegenspieler mit Armen, Händen oder Beinen zu sperren
oder ihn wegzudrängen.
c) den Gegenspieler zu klammern, festzuhalten, zu stoßen,
ihn anzurennen oder anzuspringen.
d) den Gegenspieler mit oder ohne Ball regelwidrig zu stören,
zu behindern oder zu gefährden.
|
| 8.3
|
Bei
Verstößen entsprechend Regel 8:2, bei denen sich
die Aktion überwiegend oder ausschließlich gegen
den Gegenspieler und nicht gegen den Ball richtet, ist progressiv
zu bestrafen. Progressive Bestrafung bedeutet, dass es nicht
ausreicht, eine bestimmte Regelwidrigkeit nur mit einem Freiwurf
oder einem 6-m-Wurf zu ahnden, weil die Regelwidrigkeit weiter
reicht als die Art der Regelwidrigkeit, die normalerweise im
Kampf um den Ball auftritt.
Jede Regelwidrigkeit, die der Definition für eine progressive
Bestrafung entspricht, erfordert eine persönliche Ahndung.
|
| 8.4
|
Körperliche
und verbale Ausdrucksformen, die nicht mit dem Geiste der Sportlichkeit
vereinbar sind, gelten als unsportliches Verhalten (Beispiele:
siehe Erläuterung 5). Dies gilt sowohl für Spieler
als auch Mannschaftsoffizielle auf der Spielfläche wie
auch ausserhalb. Eine progressive Bestrafung gilt auch im Falle
unsportlichen Verhaltens (16:1d, 16:2c-d und 16:6b, h, i).
|
| 8.5
|
Ein
Spieler, der den Gegenspieler gesundheitsgefährdend angreift,
ist zu disqualifizieren (16:6c), insbesondere, wenn er:
a) einem in der Wurfaktion befindlichen Spieler von der Seite
oder von hinten auf den Wurfarm schlägt oder den Wurfarm
zurückreißt;
b) eine Aktion so ausführt, dass der Gegenspieler an Kopf
oder Hals getroffen wird;
c) mit Fuss, Knie oder in anderer Weise den Gegenspieler absichtlich
am Körper trifft; dazu gehört auch Beinstellen;
d) einen im Lauf oder im Sprung befindlichen Gegenspieler stößt
oder so angreift, dass dieser dadurch die Körperkontrolle
verliert. Dies gilt auch, wenn ein Torwart seinen Torraum bei
einem Gegenstoß der gegnerischen Mannschaft verlässt;
e) einen Abwehrspieler bei einem als Direktwurf aufs Tor ausgeführten
Freiwurf am Kopf trifft, unter der Voraussetzung, dass dieser
sich nicht bewegte, oder gleichfalls den Torwart mit einem 6-m-Wurf
am Kopf trifft, unter der Voraussetzung, dass der Torwart sich
nicht bewegte.
|
| 8.6
|
Grob
unsportliches Verhalten durch einen Spieler oder einen Mannschaftsoffiziellen,
auf der Spielfläche oder ausserhalb (Beispiele siehe Erläuterung
6), ist mit Disqualifikation zu ahnden (16:6e).
|
| 8.7
|
Bei
einer "Tätlichkeit" während der Spielzeit ist der
fehlbare Spieler auszuschließen (16:11-13). Eine Tätlichkeit
ausserhalb der Spielzeit führt zu einer Disqualifikation
(16:6f; 16:16b, d). Ein Mannschaftsoffizieller, der sich eine
Tätlichkeit zuschulden kommen lässt, wird disqualifiziert
(16:6g).
Kommentar:
Eine Tätlichkeit wird im Sinne der vorliegenden Regel als
besonders starker und absichtlicher Angriff auf den Körper
einer anderen Person (Spieler, Schiedsrichter, Zeitnehmer/ Sekretär,
Mannschaftsoffizieller, Delegierter, Zuschauer, usw.) definiert.
Es ist mit anderen Worten also nicht einfach eine Reflexhandlung
oder das Ergebnis unachtsamer und übertriebener Methoden
beim Abwehrversuch. Anspucken wird ausdrücklich als Tätlichkeit
erachtet.
|
| 8.8
|
Verstöße
gegen Regeln 8:2-7 führen zu einem 6-m-Wurf für die
gegnerische Mannschaft (14:1), wenn der Verstoß direkt
- oder indirekt wegen der dadurch verursachten Unterbrechung
- eine klare Torgelegenheit für die gegnerische Mannschaft
vereitelt.
Ansonsten führt die Regelwidrigkeit zu einem Freiwurf für
die gegnerische Mannschaft (13:1a-b, 13:2-3). |
|
| |
-
REGEL 9
"DER
PUNKTGEWINN, SPIELENTSCHEIDUNG"
|
|
|

(Angriff-Torwurf)

(Ballverlust-beim-Torwurf)
|
Punktgewinn
|
| 9.1
|
Ein
Tor ist erzielt, wenn der Ball die Torlinie vollständig
überquert hat (Abb.4), und wird mit einem Punkt gewertet
sofern vor dem oder beim Wurf der Werfer oder seine Mitspieler
sich nicht regelwidrig verhalten haben.
Gelangt der Ball ins Tor, obwohl ein Spieler der abwehrenden
Mannschaft eine Regelwidrigkeit begangen hat, ist auf Tor zu
erkennen.
Hat ein Schiedsrichter oder der Zeitnehmer das Spiel unterbrochen,
bevor der Ball die Torlinie vollständig überquert
hat, darf nicht auf Tor entschieden werden.
Spielt ein Spieler den Ball in das eigene Tor, führt dies
zum Torgewinn für die gegnerische Mannschaft, ausgenommen,
der Torwart führt einen Abwurf aus (12:2, Absatz 2).
Kommentar:
Wird dem Ball der Weg ins Tor durch eine nicht am Spiel beteiligten
Sache oder Person (Zuschauer etc.) erfolgreich verwehrt, muss
auf Tor entschieden werden, wenn die Schiedsrichter der Überzeugung
sind, dass der Ball ansonsten ins Tor gelangt wäre.
|
| 9.2
|
Kreative
oder spektakuläre Torsituationen werden mit zwei Punkten
gewertet; im Flug erzielte Tore, werden immer mit zwei Punkten
gewertet.
|
| 9.3
|
Der
Torerfolg bei einem 6-m-Wurf wird mit zwei Punkten gewertet.
|
|
|
| 9.4
|
Nach
jedem erzielten Tor wird das Spiel mit Abwurf durch den Torwart
aus seinem Torraum fortgesetzt (Regel 12:1).
|
| 9.5
|
Wenn
auf Tor entschieden wurde und der Abwurf ausgeführt wurde,
kann das Tor nicht mehr annulliert werden.
Ertönt direkt nach einem Torerfolg und vor der Abwurfausführung
das Schlusssignal (Halbzeit oder Spielende), so müssen
die Schiedsrichter (ohne Abwurf) deutlich anzeigen, dass sie
auf Tor entschieden haben.
|
Punktgewinn
durch den Torwart
|
| 9.6
|
Erzielt ein
Torwart ein Tor, wird dieses mit zwei Punkten gewertet.

|
|
|
Spielentscheidung
|
| 9.7
|
Ist
der Spielstand am Ende der Halbzeit unentschieden, wird das
"Golden Goal" angewendet (2:6).
Sieger ist die Mannschaft, welche als Erste ein Tor erzielt.
|
|
|
| 9.8
|
Haben
beide Mannschaften je eine Halbzeit gewonnen, kommt es zum "Shoot
out" "Einer gegen den Torwart".
Fünf spielberechtigte Spieler führen ab-wechselnd
mit den Spielern der gegnerischen Mannschaft die Würfe
aus. Wird ein Torwart einer der Werfer, ist er in dieser Situation
als Feldspieler zu betrachten (4:8 Kommentar).
Sieger ist, wer nach fünf Würfen mehr Punkte erzielt
hat.
Ist nach dem ersten Durchgang keine Entscheidung gefallen, wird
das "Shoot out" fortgeführt. Hierzu werden zuerst die Seiten
gewechselt (ohne Wechsel des Auswechselraums - siehe Kommentar).
Wieder führen fünf spielberechtigte Spieler abwechselnd
mit den Spielern der gegnerischen Mannschaft die Würfe
aus. Nun beginnt die andere Mannschaft.
Das Spiel ist bei diesem oder bei weiteren Durchgängen
entschieden, sobald eine Mannschaft bei gleicher Anzahl von
Wurfversuchen führt.
Kommentar: Die Spielentscheidung durch das "Shoot out" :
Vor dem "Shoot out" losen die Schiedsrichter die Seitenwahl
und die beginnende Mannschaft aus (siehe jedoch Erl. 2).
Hat die Mannschaft, die beim Losen gewonnen hat, das Shoot out
zu beginnen gewählt, hat die andere Mannschaft hat das
Recht, die Seite zu wählen. Wählt hingegen die Mannschaft,
die beim Losen gewonnen hat, die Seite, beginnt die andere Mannschaft
das Shoot out.
Beide Torhüter stehen zunächst mindestens mit einem
Fuss auf ihrer Torlinie. Der Feldspieler muss zu Beginn der
Aktion im Spielfeld, mit einem Fuss auf dem linken oder rechten
Kreuzungspunkt der Torraumlinie und der Seitenlinie stehen.
Nach Anpfiff des Schiedsrichters spielt er den Ball zu seinem
sich auf der Torlinie befindenden Torwart. Der Ball darf bei
diesem Zuspiel den Boden nicht berühren. Sobald der Ball
die Hand des Werfers verlassen hat, dürfen beide Torhüter
sich vorwärts bewegen. Der wurfausführende Torwart
darf seinen Torraum nicht verlassen und muss nun den Ball innerhalb
von 3 Sekunden entweder direkt auf das gegnerische Tor werfen
oder dem inzwischen Richtung gegnerischem Tor laufenden Mitspieler
zuspielen, ohne das der Ball den Boden berühren darf.
Dieser muss den Ball annehmen und versuchen, regelgerecht ein
Tor zu erzielen.
Begehen der ausführende Torwart oder der angreifende Spieler
eine Regelwidrigkeit, ist in diesem Moment die Aktion beendet.
Hat der verteidigende Torwart seinen Torraum verlassen, darf
er ohne Ball jederzeit wieder in diesen zurückgehen.
Sinkt die Spielerzahl in einem Durchgang unter fünf, kann
kein Spieler zweimal werfen. Diese Mannschaft hat dann entsprechend
weniger Wurfmöglichkeiten.
|
| |
|
|
| 9.9
|
Vereitelt
der verteidigende Torwart beim Shoot-Out "Einer gegen den Torwart"
durch eine Regelwidrigkeit ein Tor, ist auf 6 m-Wurf zu entscheiden.
Kommentar:
Jeder spielberechtigte Spieler darf diesen Wurf ausführen.
|
|
|
| 9.10
|
Während
des "Shoot out" halten sich alle beteiligten Feldspieler in
ihrem Auswechselraum auf. Nach ihrem Versuch gehen sie in ihren
Auswechselraum zurück. |
|
| |
-
REGEL 10
"DER
SCHIEDSRICHTERWURF"
|
|
|
|
|
10.1
|
Jede
Halbzeit sowie das "Golden Goal" beginnt mit einem Schiedsrichterwurf
(2:2).
|
|
|
| 10.2
|
Ein
Schiedsrichter wirft nach dem Anpfiff des anderen Schiedsrichters,
den Ball am Mittelpunkt des Spielfeldes senkrecht hoch.
|
| 10.3
|
Der
andere Schiedsrichter plaziert sich ausserhalb der Seitenlinie
gegenüber dem Zeitnehmertisch.
|
|
|
| 10.4
|
Bei
der Ausführung des Schiedsrichterwurfs müssen bis
auf je einem Spieler der beiden Mannschaften alle anderen Spieler
mindestens 3 Meter vom hochwerfenden Schiedsrichter entfernt
sein, dürfen sich aber auf das gesamte Spielfeld platzieren.
Die beiden um den Ball kämpfenden Spieler sollen neben
dem Schiedsrichter auf der ihrem Tor zugewandten Seite stehen.
|
|
|
| 10.5
|
Der
Ball darf erst gespielt werden, wenn er seinen höchsten
Punkt erreicht hat. |
|
| |
|
| |
11.1
|
Auf
Einwurf wird entschieden, wenn der Ball die Seitenlinie vollständig
überquert hat oder wenn ein Feldspieler der abwehrenden
Mannschaft den Ball zuletzt berührt hat, bevor dieser die
Torauslinie seiner Mannschaft überquert hat.
|
|
|
| 11.2
|
Der
Einwurf wird ohne Pfiff der Schiedsrichter (ausgenommen 15:3b)
von der Mannschaft ausgeführt, deren Spieler den Ball vor
dem Überqueren der Linie nicht zuletzt berührt hatten.
|
|
|
| 11.3
|
Der
Einwurf ist an der Stelle auszuführen, an welcher der Ball
die Seitenlinie überquert hat, oder im Abstand von mindestens
1m zum Kreuzungspunkt der Torraumlinie mit der Seitenlinie,
wenn der Ball die Torauslinie oder die Seitenlinie im Torraumbereich
überquert hat.
|
|
|
| 11:4
|
Der
Werfer muss mit einem Fuss auf der Seitenlinie stehen, bis der
Ball seine Hand verlassen hat. Niederlegen und Wiederaufnehmen
oder Prellen und Wiederaufnehmen des Balles ist demselben Spieler
nicht erlaubt (13:1a).
|
| 11.5
|
Bei
einem Einwurf müssen die Spieler der gegnerischen Mannschaft
mindestens 1 m vom Werfer entfernt sein. |
|
| |
|


(Kontertor)
|
12.1
|
Auf
Abwurf wird entschieden:
- wenn die gegnerische Mannschaft ein Tor erzielt hat,
- wenn der Torwart den Ball im Torraum unter Kontrolle gebracht
hat (6:6),
- wenn der Ball über die Torauslinie gelangt, nachdem er
zuletzt vom Torwart oder einem Spieler der anderen Mannschaft
berührt wurde.
Das bedeutet, dass in den genannten Situationen der Ball nicht
im Spiel ist.
Wenn eine Regelwidrigkeit von der Mannschaft des Torwarts vor
Ausführung des Abwurfs begangen wird, ist das Spiel mit
Abwurf wieder aufzunehmen (analog 13:3).
|
|
|
| 12.2
|
Der
Abwurf wird vom Torwart ohne Pfiff vom Schiedsrichter (ausgenommen
15:3b) aus dem Torraum über die Torraumlinie ausgeführt.
Der Abwurf gilt als ausgeführt, wenn der vom Torwart gespielte
Ball die Torraumlinie überquert hat .
Die Spieler der anderen Mannschaft dürfen sich zwar an
der Torraumlinie aufhalten, dürfen aber den Ball erst berühren,
wenn dieser die Torraumlinie überquert hat (15:7 3. Absatz).
|
|
|
| 12.3
|
Der
Torwart darf den Ball nach Ausführung eines Abwurfs erst
wieder berühren, nachdem dieser einen anderen Spieler berührt
hat (5:7,13:1a). |
|
| |
-
REGEL 13
"DER
FREIWURF"
|
|
|
|
|
13.1
|
Grundsätzlich
unterbrechen die Schiedsrichter das Spiel und lassen es durch
einen Freiwurf für die andere Mannschaft wiederaufnehmen,
wenn:
a) die ballbesitzende Mannschaft eine Regelwidrigkeit begeht,
die zu einem Verlust des Ballbesitzes führen muss (4:4,
4:6, 4:13, 4:14, 5:6-11, 6:2a-b, 6:4, 6:8b, 7:2-4, 7:7-8, 7:10,
8:8, 11:4, 12:3, 13:9, 14:5-7, 15:2-5).
b) die abwehrende Mannschaft eine Regelwidrigkeit begeht, die
dazu führt, dass die ballbesitzende Mannschaft den Ball
verliert (4:4, 4:6, 4:13, 4:14, 6:2b, 6:4, 6:8b, 7:8, 8:8, 13:7).
|
|
|
| 13.2
|
Die
Schiedsrichter sollten eine Kontinuität im Spiel zulassen,
indem sie eine vorschnelle Unterbrechung des Spiels durch eine
Freiwurf-Entscheidung vermeiden sollten.
Dies bedeutet, dass die Schiedsrichter gemäß Regel
13:1a keinen Freiwurf geben sollten, wenn die abwehrende Mannschaft
unmittelbar nach dem von der angreifenden Mannschaft begangenen
Regelwidrigkeit in Ballbesitz kommt.
Gleichfalls sollten die Schiedsrichter gemäß Regel
13:1b erst dann eingreifen, wenn klar ist, dass die angreifende
Mannschaft wegen der von der abwehrenden Mannschaft begangenen
Regelwidrigkeit den Ballbesitz verloren hat oder nicht in der
Lage ist, den Angriff fortzusetzen.
Wenn eine persönliche Ahndung wegen einer Regelwidrigkeit
zu geben ist, können die Schiedsrichter das Spiel umgehend
unterbrechen, wenn dies für die Mannschaft, die den Regelverstoß
nicht begangen hat, keine Benachteiligung ergibt. Ansonsten
sollte die Bestrafung bis zum Ablauf der vorliegenden Situation
aufgeschoben werden.
Regel 13:2 gilt nicht im Falle von Verstößen gegen
die Regeln 4:3-4, 4:6 und 4:13-14, bei denen das Spiel sofort
durch ein Signal des Zeitnehmers unterbrochen werden muss.
|
|
|
| 13.3
|
Wenn
eine Regelwidrigkeit, die normalerweise gemäß Regel
13:1 zu einem Freiwurf führt, erfolgt, während der
Ball nicht im Spiel ist, wird das Spiel mit dem Wurf wiederaufgenommen,
der dem Grund für die gegebene Unterbrechung entspricht.
|
|
|
| 13.4
|
Zusätzlich
zu den Situationen gemäß Regel 13:1a-b wird in bestimmten
Fällen, in denen das Spiel ohne Regelverstoß einer
Mannschaft unterbrochen wurde (d.h. wenn der Ball im Spiel ist),
ein Freiwurf zur Wiederaufnahme des Spiels gegeben:
a) wenn eine Mannschaft zum Zeitpunkt der Unterbrechung in Ballbesitz
ist, behält sie den Ballbesitz;
b) wenn keine der Mannschaften in Ballbesitz ist, erhält
die Mannschaft, die zuletzt in Ballbesitz war, erneut den Ballbesitz;
c) wenn der Ball einen über der Spielfläche befestigten
Gegenstand berührt hat erhält die Mannschaft den Ballbesitz,
die den Ball nicht zuletzt berührt hat.
Die "Vorteilsregel" gemäß Regel 13:2 gilt nicht in
den in Regel 13:4 aufgeführten Situationen.
|
|
|
| 13.5
|
Wenn
auf Freiwurf gegen die Mannschaft entschieden wird, die beim
Pfiff des Schiedsrichters in Ballbesitz ist, muss der Spieler,
der den Ball zu diesem Zeitpunkt hat, diesen umgehend an der
Stelle fallen lassen oder niederlegen (16:2e).
|
|
|
Freiwurf-Ausführung
|
| 13.6
|
Vor
der Ausführung des Freiwurfs dürfen die Spieler der
angreifenden Mannschaft nicht näher als einen Meter an
die Torraumlinie herantreten (15:1).
|
|
|
| 13.7
|
Bei
der Ausführung eines Freiwurfs müssen die Gegenspieler
mindestens 1 m vom Werfer entfernt sein.
|
|
|
| 13.8
|
Der
Freiwurf wird normalerweise ohne Anpfiff des Schiedsrichters
(ausgenommen 15:3b) grundsätzlich von der Stelle aus, an
der die Regelwidrigkeit begangen wurde, ausgeführt. Die
Ausnahmen zu diesem Grundsatz lauten wie folgt:
In den unter 13:4a-b beschriebenen Situationen wird der Freiwurf
nach dem Anpfiff von der Stelle aus ausgeführt, an welcher
sich der Ball zum Zeitpunkt der Unterbrechung befand. Im Falle
von 13:4c wird der Freiwurf - nach Anpfiff - im Prinzip von
der Stelle ausgeführt, unter welcher der Ball den Gegenstand
berührt hat.
Wenn ein Schiedsrichter oder Technischer Delegierter (von der
IHF oder einem kontinentalen/nationalen Verband) das Spiel wegen
eines Regelverstoßes durch einen Spieler oder Mannschaftsoffiziellen
der abwehrenden Mannschaft unterbricht und dies zu einer Ermahnung
oder einer persönlichen Ahndung führt, sollte der
Freiwurf von der Stelle aus ausgeführt werden, an welcher
der Ball sich bei der Spielunterbrechung befand, wenn dies eine
günstigere Stelle als die Position ist, an der sich der
Verstoß zugetragen hat.
Die gleiche Ausnahme wie beim vorangehenden Absatz gilt, wenn
ein Zeitnehmer das Spiel wegen eines Wechselfehlers oder regelwidrigen
Eintretens gemäß den Regeln 4:3-4, 4:6 und 4:13-14
unterbricht.
Wie in Regel 7:10 vorgegeben, werden Freiwürfe, die wegen
passiven Spiels gegeben wurden, von der Stelle aus ausgeführt,
an der sich der Ball bei Spielunterbrechung befand.
Ungeachtet der Grundsätze und Handhabung in den vorangehenden
Absätzen kann ein Freiwurf niemals im eigenen Torraum der
werfenden Mannschaft ausgeführt werden. Wenn dort eine
Ausführungsposition angezeigt ist, muss die Position für
die Ausführung zur nächstgelegenen Stelle unmittelbar
ausserhalb des ausgegrenzten Bereichs verlegt werden.
Wenn der korrekte Ausführungsort des Freiwurfs näher
als 1m von der gegnerischen Torraumlinie ist, muss der Abstand
zu dieser Torraumlinie mindestens 1m betragen.
|
|
|
| 13.9
|
Befindet
sich ein Spieler der Mannschaft, die einen Freiwurf erhalten
hat, mit dem Ball in der Hand an der richtigen Stelle zur Ausführung
des Wurfs, ist ihm kein Niederlegen und Wiederaufnehmen oder
Prellen und Wiederaufnehmen des Balles erlaubt (13:1a). |
|
| |
|
|
|
6-m-Wurf Entscheidung
|
| 14.1
|
Auf
6-m-Wurf wird entschieden bei:
a) Vereiteln einer klaren Torgelegenheit auf der gesamten Spielfläche
durch einen Spieler oder Mannschaftsoffiziellen der gegnerischen
Mannschaft;
b) unberechtigtem Pfiff während einer klaren Torgelegenheit;
c) Vereiteln einer klaren Torgelegenheit durch das Eingreifen
einer nicht am Spiel beteiligten Person (ausgenommen 9:1 Kommentar).
Für die Definition einer "klaren Torgelegenheit" siehe
Erläuterung 7.
|
| 14.2
|
Wenn
ein Spieler der angreifenden Mannschaft trotz einer Regelwidrigkeit
(14:1a) unter voller Ball- und Körperkontrolle bleibt,
darf nicht auf 6-m-Wurf entschieden werden, auch wenn der Spieler
danach die klare Torgelegenheit vergibt.
In allen Situation, in denen möglicherweise auf 6-m-Wurf
entschieden wird, sollten die Schiedsrichter erst dann eingreifen,
wenn sie deutlich feststellen können, dass diese Entscheidung
tatsächlich berechtigt und notwendig ist. Wenn der Angriffsspieler
trotz unberechtigten Eingreifens der Abwehrspieler ein Tor erzielt,
gibt es keinen Grund, auf 6-m-Wurf zu entscheiden. Ist hingegen
klar erkennbar, dass der Spieler tatsächlich auf Grund
der Regelwidrigkeit die Ball- oder Körperkontrolle verloren
hat und die klare Torgelegenheit somit nicht mehr besteht, ist
auf 6-m-Wurf zu entscheiden.
|
| 14.3
|
Bei
einer 6-m-Entscheidung haben die Schiedsrichter Time-out anzuzeigen
(2:14b).
|
| 14.4
|
Der
Torerfolg bei einem 6 m-Wurf wird mit zwei Punkten gewertet
(Regel 9:3).
|
|
|
Ausführung
des 6-m-Wurfs
|
| 14.5
|
Der
6-m-Wurf ist nach Pfiff des Feldschiedsrichters innerhalb 3
Sekunden als Torwurf auszuführen (13:1a).
|
| 14.6
|
Bei
der Ausführung des 6-m-Wurfs darf der Werfer die Torraumlinie
weder berüh-ren noch überschreiten, bevor der Ball
die Hand verlassen hat (13:1a).
|
| 14.7
|
Nach
Ausführung des 6-m-Wurfs darf der Ball erst dann wieder
vom Werfer oder einem seiner Mitspieler gespielt werden, wenn
er einen gegnerischen Spieler oder das Tor berührt hat
(13:1a).
|
| 14.8
|
Bei
der Ausführung eines 6-m-Wurfs müssen sich der Torwart
und die Spieler der gegnerischen Mannschaft mindestens 1 m vom
Ausführenden entfernt sein, bis der Ball die Hand des Werfers
verlassen hat. Ansonsten ist der 6-m-Wurf zu wiederholen, wenn
der Ball nicht in das Tor gelangt.
|
| 14.9
|
Es
ist nicht mehr erlaubt, einen Torwartwechsel vorzunehmen, sobald
sich der Werfer mit dem Ball in der Hand in korrekter Wurfposition
befindet und bereit ist, den 6-m-Wurf auszuführen. Jeder
Versuch, in dieser Situation eine Auswechselung vorzunehmen,
ist als unsportliches Verhalten zu bestrafen (8:4; 16:1d; 16:2c).
|
|
| |
-
REGEL 15
"ALLGEMEINE
ANWEISUNGEN ZUR AUSFÜHRUNG DER WÜRFE"
|
|
|
|
|
15.1
|
Vor
der Ausführung eines Wurfs muss sich der Ball in der Hand
des Werfers befinden.
Alle Spieler müssen die dem betreffenden Wurf entsprechenden
Stellungen eingenommen haben. Die Spieler müssen auf ihren
korrekten Positionen bleiben, bis der Ball die Hand des Werfers
verlassen hat.
Eine falsche Ausgangsstellung ist zu korrigieren (siehe jedoch
15:7).
|
|
|
| 15.2
|
Ausgenommen
im Falle der Ausführung des Abwurfs muss der Werfer bei
der Wurfausführung mit einem Teil eines Fusses ununterbrochen
den Boden berühren (13:1a). Der andere Fuss darf wiederholt
vom Boden abgehoben und wieder hingesetzt werden.
|
|
|
| 15.3
|
Das
Spiel muss vom Schiedsrichter wieder angepfiffen werden:
a) immer beim 6-m-Wurf.
b) im Falle eines Einwurfs, Abwurfs oder Freiwurfs:
- bei Wiederaufnahme nach einem Time-out
- bei Wiederaufnahme mit einem Freiwurf entsprechend
Regel 13:4
- bei Verzögerung der Wurfausführung
- nach einer Korrektur der Spielerpositionen
- nach einer Ermahnung.
Nach dem Anpfiff eines Wurfes muss der Werfer den Ball innerhalb
von drei Sekunden spielen (13:1a).
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| 15.4
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Ein
Wurf gilt als ausgeführt, wenn der Ball die Hand des Werfers
verlassen hat (ausgenommen 12:2).
Bei der Ausführung eines Wurfs darf der Werfer den Ball
nicht einem Mitspieler übergeben beziehungsweise der Ball
darf nicht von einem Mitspieler des Werfers berührt werden
(13:1a).
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| 15.5
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Der
Werfer darf den Ball erst wieder berühren, nachdem dieser
einen anderen Spieler oder das Tor berührt hat (13:1a).
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| 15.6
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Alle
Würfe können unmittelbar zu einem Tor führen,
ausgenommen beim Abwurf, bei dem kein Eigentor möglich
ist (12:2) und beim Schiedsrichterwurf (da vom Schiedsrichter
ausgeführt).
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| 15.7
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Eine
falsche Aufstellung der Abwehrspieler bei der Ausführung
eines An-, Ein- oder Freiwurfs darf von den Schiedsrichtern
nicht korrigiert werden, wenn der angreifenden Mannschaft bei
sofortiger Wurfausführung kein Nachteil entsteht. Entsteht
ein Nachteil, ist die Aufstellung zu korrigieren (15:3b).
Pfeift der Schiedsrichter den Wurf trotz falscher Aufstellung
der Abwehrspieler an, so sind diese Spieler voll aktionsfähig.
Wenn ein Spieler durch Zunahestehen oder sonstige Regelwidrigkeiten
die Ausführung eines Wurfs verzögert oder stört,
ist er hinauszustellen.
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Hinausstellung
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16.1
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Eine
Hinausstellung kann gegeben werden bei:
a) Fouls und ähnlichen Regelwidrigkeiten im Verhalten zum
Gegenspieler (5:5, 8:2), die entsprechend Regel 8:3 nicht in
die Kategorie der "progressiven Bestrafung" fallen.
b) progressiv zu bestrafenden Regelwidrigkeiten (8:3);
c) Regelwidrigkeiten bei der Ausführung eines formellen
Wurfs durch die gegnerische Mannschaft (15:7);
d) unsportlichem Verhalten durch einen Gegenspieler oder Mannschaftsoffiziellen
(8:4).
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16.2
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Eine
Hinausstellung ist zu geben bei:
a) Wechselfehler oder regelwidrigem Betreten der Spielfläche
(4:13-14).
b) wiederholten, progressiv zu bestrafenden Regelwidrigkeiten
(8:3).
c) wiederholtem unsportlichen Verhalten eines Spielers auf der
Spielfläche oder ausserhalb (8:4).
d) wiederholtem unsportlichen Verhalten eines Mannschaftsoffiziellen.
e) Nichtfallenlassen oder Nichtniederlegen des Balles bei Freiwurf-Entscheidung
gegen die Mannschaft in Ballbesitz (13:5).
f) wiederholten Regelwidrigkeiten bei der Ausführung eines
formellen Wurfs durch die andere Mannschaft (15:7).
g) Disqualifikation eines Spielers oder Mannschaftsoffiziellen
während der Spielzeit (16:8, Absatz 2).
h) unsportlichem Verhalten eines Spielers vor Wiederaufnahme
des Spiels, nachdem er gerade eine Hinausstellung erhalten hat
(16:12).
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16.3
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Die
Hinausstellung ist dem fehlbaren Spieler und dem Zeitnehmer/Sekretär
vom Schiedsrichter durch das vorgeschriebene Hinausstellungszeichen,
d.h. abgewinkelter Arm mit dem gefassten Handgelenk (Handzeichen
Nr. 14), deutlich anzuzeigen.
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16.4
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Während
der Hinausstellungszeit darf der hinausgestellte Spieler nicht
am Spiel teilnehmen und die Mitspieler dürfen ihn nicht
auf der Spielfläche ersetzen.
Die Hinausstellung beginnt mit der Wiederaufnahme des Spiels
durch Pfiff.
Hinausgestellte Spieler dürfen ersetzt werden oder das
Spielfeld wieder betreten, sobald es einen Ballbesitzwechsel
zwischen den beiden Mannschaften gegeben hat (siehe Regel 16
Kommentar 2).
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16.5
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Die
zweite Hinausstellung eines Spielers bedingt dessen Disqualifikation.
Eine Disqualifikation wegen zwei Hinausstellungen ist grundsätzlich
nur bis zur Beendigung des laufenden Spiels wirksam (Regel 16
Kommentar 3) und als Tatsachenfeststellung der Schiedsrichter
anzusehen (Sie wird im Spielberichtsbogen nicht aufgeführt).
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Disqualifikation
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16.6
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Eine
Disqualifikation ist auszusprechen bei:
a) Betreten der Spielfläche durch einen nicht teilnahmeberechtigten
Spieler (4:4);
b) Wiederholtes unsportliches Verhalten durch einen Mannschafts-Offiziellen,
nachdem einer von ihnen bereits hinausgestellt wurde (16:2d,
8:4).
c) Regelwidrigkeiten, welche die Gesundheit des Gegenspielers
gefährden (8:5).
d) Regelwidrigkeiten des Torhüters, wenn er beim "Shoot
out" seinen Torraum verlässt und die Gesundheit des Gegenspielers
gefährdet (8:5 - Aktionen welche deutlich zum Körper
des Gegenspielers gehen und nicht das Ziel haben, den Ball zu
spielen).
e) grob unsportlichem Verhalten eines Spielers oder Mannschaftsoffiziellen
auf oder ausserhalb der Spielfläche (8:6).
f) Tätlichkeit eines Spielers ausserhalb der Spielzeit,
d.h. vor Spielbeginn oder während einer Pause (8:7; 16:16b,
d);
g) Tätlichkeit eines Mannschaftsoffiziellen (8:7).
h) einer zweiten Hinausstellung desselben Spielers (16:5).
i) wiederholt unsportlichem Verhalten eines Spielers oder Mannschaftsoffiziellen
während einer Pause (16:16d).
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16.7
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Die
Disqualifikation ist dem fehlbaren Spieler oder Offiziellen
und dem Zeitnehmer/Sekretär vom Schiedsrichter nach Time-out
durch Hochhalten der Roten Karte deutlich anzuzeigen (Handzeichen
Nr. 13; die "Rote Karte" sollte ein Format von etwa 9 x 12 cm
haben).
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16.8
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Die
Disqualifikation eines Spielers oder eines Mannschaftsoffiziellen
gilt immer für den Rest der Spielzeit. Der Spieler oder
Offizielle muss die Spielfläche und den Auswechselraum
sofort verlassen. Nach dem Verlassen der Spielfläche und
des Auswechselraums darf der Spieler oder Offizielle in keiner
Form Kontakt zur Mannschaft haben.
Eine Disqualifikation verringert die Zahl der Spieler oder Offiziellen,
die der Mannschaft zur Verfügung stehen (ausgenommen 16:16b).
Disqualifizierte Spieler dürfen ersetzt werden, sobald
es einen Ballbesitzwechsel zwischen den beiden Mannschaften
gegeben hat (siehe Regel 16 Kommentar 2).
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16.9
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Eine
Disqualifikation (ausser wegen der 2. Hinausstellung - 16:6h)
muss von den Schiedsrichtern für die zuständigen Instanzen
im Spielprotokoll dargelegt werden.
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16.10
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Wird
ein Torwart oder Spieler beim "Shoot out" wegen unsportlichen
Verhaltens oder grob unsportlichem Verhaltens bestraft kann
dies nur mit einer Disqualifikation geschehen.
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Ausschluss
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16.11
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Ein
Ausschluss ist auszusprechen bei:
Tätlichkeit eines Spielers (gemäß der Definition
in 8:7) während der Spielzeit, auch ausserhalb der Spielfläche.
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16.12
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Der
Ausschluss ist dem fehlbaren Spieler und dem Zeitnehmer/Sekretär
von den Schiedsrichtern nach Time-out durch das vorgeschriebene
Handzeichen 15, d.h., die über den Kopf gekreuzten Arme,
deutlich anzuzeigen.
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16.13
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Der
Ausschluss gilt immer für den Rest der Spielzeit, und die
Mannschaft muss auf der Spielfläche mit einem Spieler weniger
spielen.
Der ausgeschlossene Spieler darf nicht ersetzt werden und muss
die Spielfläche sowie den Auswechselraum sofort verlassen.
Nach dem Verlassen der Spielfläche und des Auswechselraums
darf der Spieler in keiner Form Kontakt zur Mannschaft haben.
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16.14
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Ein
Ausschluss muss von den Schiedsrichtern für die zuständigen
Instanzen im Spielprotokoll dargelegt werden (17:12).
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Mehr
als ein Verstoß in derselben Situation
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16.15
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Wird
von einem Spieler oder Mannschaftsoffiziellen gleichzeitig oder
in direkter Folge vor dem Wiederanpfiff mehr als eine Regelwidrigkeit
begangen und erfordern diese Verstöße verschiedene
Strafen, ist grundsätzlich nur die schwerwiegendste Strafe
auszusprechen. Das ist immer der Fall, wenn eine der Regelwidrigkeiten
eine Tätlichkeit ist.
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Regelwidrigkeiten
ausserhalb der Spielzeit
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16.16
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Unsportliches
Verhalten, grob unsportliches Verhalten oder eine Tätlichkeit
seitens eines Spielers oder Mannschaftsoffiziellen am Ort
der Wettkampfstätte, aber ausserhalb der Spielzeit, ist
wie folgt zu ahnden:
Vor dem Spiel:
a) bei unsportlichem Verhalten mit Ermahnung (16:1d).
b) bei grob unsportlichem Verhalten oder einer Tätlichkeit
mit Disqualifikation (16:6e-g), wobei die Mannschaft aber
mit 8 Spielern und 4 Offiziellen beginnen darf.
Während
einer Pause:
c) bei unsportlichem Verhalten mit Ermahnung.
d) bei wiederholtem oder grob unsportlichem Verhalten oder
einer Tätlichkeit mit Disqualifikation (16:6b, e-g, i).
Im Falle wiederholt unsportlichen Verhaltens hebt dies die
Regeln 16:2c-d auf, die während der Spielzeit gelten.
Bei einer Disqualifikation während einer Pause darf die
Mannschaft auf der Spielfläche mit derselben Anzahl von
Spielern wie vor der Pause antreten.
Nach dem Spiel:
e) schriftliche Meldung.
Kommentar 1: die Spielzeit
Die in Regeln 16:1, 16:2, 16:6 und 16:11 beschriebenen Situationen
umfassen allgemein während der Spielzeit begangene Regelwidrigkeiten.
Zur Spielzeit zählen die "Time Outs", das "Golden Goal"
und das "Shoot out", jedoch nicht die Pausen.
Kommentar 2: der Ballbesitzwechsel
Grundsätzlich ist der "Ballbesitzwechsel" entsprechend
der Bedeutung des Wortes - Wechsel des Ballbesitzes zwischen
den beiden Mannschaften - anzuwenden.
Ausnahmen und Erläuterung:
a) Zu Beginn der zweiten Halbzeit, des "Golden Goals" und
des "Shoot out" dürfen hinausgestellte Spieler ersetzt
werden oder das Spielfeld wieder betreten.
b) Bei einer Hinausstellung des verteidigenden Spielers ausgesprochen
mit einem 6m-Strafwurf:
- Erzielt die angreifende Mannschaft ein Tor, kann der hinausgestellte
Spieler nach dem Abwurf ersetzt werden oder das Spielfeld
wieder betreten.
- Wird kein Tor erzielt, so muss der hinausgestellte Spieler
oder dessen Ersatzspieler bis zum nächsten Ballbesitzwechsel
warten bevor er das Spielfeld wieder betreten darf.
c) Bei einer zeitversetzten Hinausstellung mit Vorteilssituation:
- Die Hinausstellung beginnt in dem Moment, welche diese ausgesprochen
wird - d.h. nach der Vorteilssituation und nach der entsprechenden
Entscheidung.
Kommentar 3:
"Wirksam bis zum Ende des laufenden Spiels" (16:5) bedeutet
einschließlich des "Golden Goal" sowie einschließlich
des "Shoot out".
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-
REGEL 17
"DIE
SCHIEDSRICHTER"
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17.1
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Jedes
Spiel wird von zwei gleichberechtigten Schiedsrichtern geleitet,
denen ein Zeitnehmer und ein Sekretär zur Seite stehen.
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| 17.2
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Die
Aufsicht über das Verhalten der Spieler beginnt für
die Schiedsrichter mit dem Betreten der Wettkampfstätte
und endet, wenn sie die Wettkampfstätte verlassen.
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| 17.3
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Die
Schiedsrichter sind verantwortlich für das Prüfen
der Spielfläche, der Tore und der Bälle vor Spielbeginn.
Sie bestimmen, welche Bälle zum Einsatz kommen (Regel 1
und 3:1).
Ausserdem stellen die Schiedsrichter die Anwesenheit der beiden
Mannschaften in vorschriftsmäßiger Spielkleidung
fest, prüfen das Spielprotokoll und die Ausrüstung
der Spieler. Sie tragen dafür Sorge, dass die Zahl der
Spieler und Offiziellen im Auswechselraum innerhalb der Grenzen
liegt und stellen die Anwesenheit und Identität der beiden
"Mannschaftsverantwortlichen" fest. Jegliche Unstimmigkeiten
sind zu beseitigen (4:2-3 und 4:8-10).
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| 17.4
|
Das
Losen wird von einem der Schiedsrichter in Gegenwart des anderen
Schiedsrichters und beider Mannschaftskapitäne vorgenommen
(2:1).
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| 17.5
|
Zu
Spielbeginn platziert sich ein Schiedsrichter ausserhalb der
Seitenlinie gegenüber dem Zeitnehmertisch; sein Anpfiff
startet die Zeitmessanlage (2:5).
Der andere Schiedsrichter platziert sich in der Spielfeldmitte.
Nach dem Anpfiff eröffnet er das Spiel mit dem Schiedsrichterwurf
(2:2, 10:1-2).
Während des Spiels müssen die Schiedsrichter von Zeit
zu Zeit die Seiten wechseln.
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| 17.6
|
Die
Schiedsrichter wählen ihre Position auch so, dass sie den
Auswechselbereich beider Mannschaften kontrollieren können
(17:11, 18:1).
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|
| 17.7
|
Grundsätzlich
muss das ganze Spiel von denselben Schiedsrichtern geleitet
werden.
In ihrer Verantwortung zur Gewährleistung des Spielablaufs
im Einklang mit den Spielregeln müssen sie jede Regelwidrigkeit
ahnden (ausgenommen 13:2 und 14:2).
Fällt einer der Schiedsrichter während des Spiels
aus, leitet der andere das Spiel alleine. (Für IHF- und
Kontinent-Veranstaltungen wird die Situation entsprechend dem
jeweiligen Reglement gehandhabt.)
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| 17.8
|
Wenn
beide Schiedsrichter bei einer Regelwidrigkeit gegen dieselbe
Mannschaft pfeifen, aber unterschiedlicher Auffassung über
die Höhe der Bestrafung sind, gilt immer die schwerwiegendste
Strafe.
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| 17.9
|
a)
Wenn beide Schiedsrichter unterschiedlicher Auffassung über
die Vergabe der Punkte bei einem Torerfolg sind, gilt die gemeinsame
Entscheidung (siehe Kommentar).
b) Wenn beide Schiedsrichter bei einer Regelwidrigkeit pfeifen
oder der Ball die Spielfläche verlassen hat, und die beiden
Schiedsrichter gegensätzlicher Auffassung darüber
sind, welche Mannschaft in Ballbesitz kommen soll, gilt die
gemeinsame Entscheidung (siehe Kommentar).
Ein Time-out ist Pflicht. Nach klarem Handzeichen über
die Spielfortsetzung wird das Spiel wieder angepfiffen(2:8f,
15:3b).
Kommentar:
Die gemeinsame Entscheidung wird von den Schiedsrichtern nach
einer kurzen Absprache erzielt. Wenn sie nicht zu einer gemeinsamen
Entscheidung gelangen, hat die Meinung des Feldschiedsrichters
Vorrang.
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| 17.10
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Beide
Schiedsrichter beobachten und kontrollieren die Anzeigetafel
welche die Spielzeit und das Resultat anzeigt.
Sie sind für die Kontrolle der Spielzeit verantwortlich.
Entstehen Zweifel über die Richtigkeit der Zeitmessung
oder des Resultats, treffen die Schiedsrichter eine gemeinsame
Entscheidung (Siehe 17:9 Kommentar).
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| 17.11
|
Die
Schiedsrichter kontrollieren mit Hilfe vom Zeitnehmer das Aus-
und Eintreten der Auswechselspieler (17:6, 18:1).
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| 17.12
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Die
Schiedsrichter sind dafür verantwortlich, dass das Spielprotokoll
nach dem Spiel ordnungsgemäß ausgefüllt wird.
Ausschlüsse (16:14) und Disqualifikationen gemäß
der Beschreibung in Regel 16:8 sind im Spielprotokoll zu begründen.
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| 17.13
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Entscheidungen
der Schiedsrichter auf Grund ihrer Tatsachenfeststellung oder
Beurteilung sind unanfechtbar.
Nur gegen Entscheidungen, die im Widerspruch zu den Regeln stehen,
kann Einspruch erhoben werden.
Während des Spiels sind nur die jeweiligen "Mannschaftsverantwortlichen"
berechtigt, die Schiedsrichter anzusprechen.
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| 17.14
|
Die
Schiedsrichter haben das Recht, ein Spiel zu unterbrechen oder
abzubrechen.
Vor einer Entscheidung, das Spiel abzubrechen, müssen alle
Möglichkeiten zur Fortsetzung des Spiels ausgeschöpft
werden. |
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-
REGEL 18
"ZEITNEHMER
UND SEKRETÄR"
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18.1
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Grundsätzlich
hat der Zeitnehmer die Kontrolle für die Spielzeit und
das Time-out.
Generell sollte der Zeitnehmer alle notwendigen Spielunterbrechungen
vornehmen.
Gleichfalls hat der Sekretär die Hauptverantwortung für
das Zählen der Tore, die Spielerlisten, das Spielprotokoll,
das Eintreten von Spielern, die nach Spielbeginn ankommen, und
das Eintreten von nicht teilnahmeberechtigten Spielern.
Andere Aufgaben, wie die Kontrolle der Zahl der Spieler und
Mannschaftsoffiziellen im Auswechselraum gelten als gemeinsame
Verantwortungen.
Sie helfen den Schiedsrichtern bei der Kontrolle des Aus- und
Eintretens der Auswechselspieler (17:6, 17:11).
Siehe auch Erläuterung 8 zu den korrekten Verfahren beim
Eingreifen von Zeitnehmer/Sekretär bei der Erfüllung
einiger ihrer oben beschriebenen Verantwortungen.
Kommentar:
Bei IHF, Kontinent oder nationale Meisterschaften kann die Aufgabenteilung
in anderer Weise organisiert werden. |
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