Ein Handballherz hat aufgehört zu schlagen – Nachruf Ehrenmitglied Helga Behnsch

Mit großer Trauer nimmt die Handballfamilie in Sachsen-Anhalt Abschied von Helga Behnsch (06.06.1942 – †02.01.2026). Mit ihr verlieren wir eine Persönlichkeit, die über Jahrzehnte Verlässlichkeit, Maß und Integrität in das Ehrenamt getragen hat. Ihr Wirken prägte den HVSA, den Spielbezirk Süd und ihren Heimatverein MSV Buna Schkopau in besonderer Tiefe.

Helga Behnsch stand für ein Ehrenamt, das nicht auf Sicht arbeitete, sondern in Generationen dachte. Im MSV Buna Schkopau begann ihr Weg früh. Sie war seit 1954 Vereinsmitglied und gehörte dem Präsidium des Vereins seit 1972 ununterbrochen an. Sie übernahm Verantwortung, hielt Strukturen zusammen und gab dem Vereinsleben Stabilität durch Kontinuität, Sachkenntnis und persönliche Zugewandtheit.

Im Spielbezirk Süd verband sie Sacharbeit mit Haltung. Über viele Jahrzehnte führte sie die Finanzen des Spielbezirks mit einer Arbeitsweise, die von Akribie, Genauigkeit und Loyalität geprägt war. Für Vereine und Vorstände blieb sie ansprechbar, klar in der Sache und fair im Umgang. Sie stand für Ordnung, Verlässlichkeit und einen respektvollen Ton, auch dann, wenn Entscheidungen unbequem waren. Ihr Blick galt stets dem Gesamtgefüge: dem Handball, den Menschen und dem Miteinander.

Ihr Lebenswerk erhielt sichtbare Würdigungen. 2018 wurde sie in das Ehrenbuch des Landessportbundes Sachsen-Anhalt eingetragen. 2019 verlieh der Handball-Verband Sachsen-Anhalt ihr die Ehrenmitgliedschaft. Darüber hinaus wirkte sie in der Finanzkommission des HVSA mit. Diese Anerkennungen stehen für einen langen, beständigen Dienst an Strukturen, Menschen und an der Idee, dass Handball mehr ist als Spielbetrieb: eine Gemeinschaft, eine Handballfamilie, ein Lebenswerk.

„Helga war eine jederzeit liebevolle, akribische und wahrhaftige Sportfreundin. Sie stellte das Handball- und Vereinsleben von klein auf in die Mitte ihres Lebens. Sie war erreichbar, präsent und hatte den Handball stets im Blick – oft mit einem liebevollen Hinweis zur richtigen Zeit. Im Spielbezirk Süd trug sie über Jahrzehnte Verantwortung in Vorstandsämtern, ebenso in ihrem Verein MSV Buna Schkopau. Seit meinem 18. Lebensjahr arbeitete ich mit Helga in vielen Belangen zusammen. Diese Zusammenarbeit prägte mich, weil sie Austausch auf Augenhöhe lebte. Wir verstanden uns als Handballfamilie. Sie wurde jederzeit von unseren Präsidiums-, Vorstands- und  Ehrenamtsmitstreitern  geachtet und geschätzt. In den letzten Monaten hielten wir zusammen und trafen uns regelmäßig. Helga stellte eigene Bedürfnisse zurück und war für andere da. Eine solche Sportfreundin begegnet einem selten. Ich werde Helga sehr vermissen und sie jederzeit in guter Erinnerung behalten.“ — Florian Ulrich (VP Öffentlichkeitsarbeit; Vorsitzender Spielbezirk Süd)

Wir verneigen uns vor einem Lebenswerk, das nicht laut war, aber tragend. Helga Behnsch hinterlässt Spuren in Zahlen und Strukturen, vor allem aber in Beziehungen, in Vertrauen und in dem Selbstverständnis, dass Ehrenamt Dienst an der Gemeinschaft bedeutet.

Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie, ihren Weggefährten sowie allen, die ihr nahestanden.

Im Namen des Präsidiums, des Vorstandes Süd, sowie aller Mitglieder des HVSA

 

 

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