Klausurtagung in Barleben: Präsidium stellt strategische Weichen für die weitere Entwicklung des HVSA

Zwei Tage intensiver Austausch, zahlreiche strategische Themen und ein gemeinsamer Blick auf die kommenden Jahre: Das Präsidium des Handball-Verbandes Sachsen-Anhalt hat sich am Freitag und Samstag zu seiner Klausurtagung in Barleben getroffen. Im Mittelpunkt standen strukturelle, sportliche und organisatorische Fragestellungen sowie die weitere Umsetzung der Agenda 2028.

Abseits des regulären Sitzungsrhythmus bot die zweitägige Klausurtagung den notwendigen Raum, zentrale Themen ausführlicher zu beraten, bestehende Entwicklungen zu bewerten und nächste Schritte für die Verbandsarbeit festzulegen. Dabei ging es nicht allein um kurzfristige Entscheidungen. Ein wesentlicher Teil der Beratungen war bewusst auf die mittel- und langfristige Entwicklung des Handballs in Sachsen-Anhalt ausgerichtet.

Die offizielle Tagesordnung sah unter anderem Beratungen zur Honorarordnung, zur Gebührenkalkulation von Aus- und Fortbildungsangeboten, zur Entwicklung des Schiedsrichterwesens, zum weiblichen Nachwuchsleistungssport sowie zur Analyse des aktuellen Umsetzungsstandes der Agenda 2028 vor.

Ordnungen und Strukturen weiterentwickeln

Einen breiten Raum nahmen die strukturellen und ordnungspolitischen Grundlagen des Verbandes ein. Dazu gehörten insbesondere die bestehenden Regelungen zur Honorierung ehrenamtlicher und weiterer Tätigkeiten sowie die zukünftige Kalkulation von Gebühren für Aus- und Fortbildungsangebote in den unterschiedlichen Bereichen und Gliederungen des HVSA.

Ziel ist es, die vorhandenen Strukturen transparent, nachvollziehbar und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Die hierfür notwendigen Ordnungen und Regelwerke sollen in den kommenden Monaten weiter beraten und aufbereitet werden. Wesentliche Ergebnisse sollen bis zur nächsten Mitgliederversammlung vorgestellt werden.

Damit verbindet das Präsidium den Anspruch, nicht ausschließlich einzelne Regelungen anzupassen, sondern die organisatorischen Grundlagen des Verbandes insgesamt auf ihre Zukunftsfähigkeit zu überprüfen.

Weiblicher Nachwuchsleistungssport als strategisches Entwicklungsfeld

Ein weiterer Schwerpunkt der Klausurtagung war die zukünftige Ausrichtung des weiblichen Nachwuchsleistungssports.

Dabei wurde nicht ausschließlich auf einzelne Jahrgänge oder aktuelle sportliche Ergebnisse geblickt. Vielmehr stand die Frage im Mittelpunkt, wie Strukturen langfristig gestaltet werden müssen, um Spielerinnen nachhaltig zu entwickeln, Talente frühzeitig zu fördern und attraktive Perspektiven innerhalb des Leistungssports in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus zu schaffen. Die strategische Weiterentwicklung des weiblichen Nachwuchsleistungssports bleibt damit ein wichtiges Arbeitsfeld und Kern-/Entwicklungselement des Verbandes.

Agenda 2028: Zwischenbilanz und nächste Schritte

Mit der Agenda 2028 hat sich der HVSA bereits einen strategischen Rahmen für die Entwicklung des Verbandes gegeben. Während der Klausurtagung wurde der bisherige Umsetzungsstand analysiert und zugleich betrachtet, welche Schwerpunkte in den kommenden Jahren weiterverfolgt oder ergänzt werden müssen.

Zu den behandelten Themenfeldern gehören unter anderem:

  • Satzung und Geschäftsordnung
  • Bildungsoffensive
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Spieltechnik und Spielbetrieb
  • Jugend/ NWLS

Die Agenda 2028 versteht sich dabei nicht als abgeschlossenes Papier. Sie bildet vielmehr einen Entwicklungsprozess ab, der kontinuierlich überprüft, fortgeschrieben und an neue Rahmenbedingungen angepasst werden muss. Bestandteil der Beratungen war entsprechend auch die Bewertung dessen, was bereits umgesetzt wurde und an welchen Stellen weitere Arbeit notwendig ist.

Entwicklung des Schiedsrichterwesens wird weiter begleitet

Auch die zukünftige Ausrichtung des Schiedsrichterwesens in Sachsen-Anhalt wurde während der Klausurtagung thematisiert. Hier zeichnet sich ein umfassenderer Entwicklungsprozess ab, der in den kommenden Monaten weiter konkretisiert werden soll. Das Präsidium unterstützt die notwendige Weiterentwicklung ausdrücklich und wird den Prozess gemeinsam mit dem Schiedsrichterausschuss begleiten.

Viel bewegt – und noch viel vor

Die Klausurtagung bot zugleich die Gelegenheit, auf die Entwicklung der vergangenen rund eineinhalb Jahre zurückzublicken. Dabei wurde deutlich, mit welchem Tempo zahlreiche Themen innerhalb des Verbandes aufgenommen und vorangetrieben wurden. Neue Projekte wurden initiiert, bestehende Strukturen überprüft und unterschiedliche Entwicklungsprozesse angestoßen. Viele dieser Projekte befinden sich inzwischen in der Umsetzung, andere stehen vor den nächsten entscheidenden Schritten.

Gleichzeitig bleibt der Anspruch bestehen, die begonnenen Entwicklungen konsequent fortzuführen.

Nicht jedes Thema lässt sich innerhalb einer Klausurtagung abschließend entscheiden. Strategische Verbandsarbeit bedeutet ebenso, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen, Entwicklungen sorgfältig vorzubereiten und Entscheidungen anschließend in den jeweiligen Ressorts weiterzuentwickeln. Aus diesem Grund werden in den kommenden Wochen und Monaten weitere Informationen aus den einzelnen Verantwortungsbereichen folgen.

Unterschiedliche Positionen – ein gemeinsames Ziel

Intensive Verbandsarbeit lebt von unterschiedlichen Auffassungen. Auch während der Klausurtagung wurden Themen kontrovers diskutiert und verschiedene Lösungswege miteinander abgewogen. Entscheidend bleibt dabei die Form der Zusammenarbeit.

Der Anspruch des Präsidiums ist es, Diskussionen auf Augenhöhe zu führen, unterschiedliche Positionen ernst zu nehmen und am Ende gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Diesem Anspruch sind wir im #TeamHVSA gerecht geworden.

Ehrenamt als Fundament unseres Verbandes

Bei allen strukturellen und strategischen Beratungen wurde während der Klausurtagung erneut deutlich, worauf die Verbandsarbeit letztlich aufbaut: auf dem Engagement zahlreicher Menschen im gesamten Handball in Sachsen-Anhalt. Dieses Engagement findet an sehr unterschiedlichen Stellen statt.

Es sind die Trainerinnen und Trainer, die Woche für Woche Mannschaften betreuen und Kinder sowie Jugendliche für unseren Sport begeistern. Es sind die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, Zeitnehmer und Sekretäre, die einen geregelten Spielbetrieb ermöglichen. Es sind Verantwortliche in den Vereinen, die Spieltage organisieren, Mannschaften betreuen, melden organisieren, Veranstaltungen vorbereiten oder administrative Aufgaben übernehmen. Es sind ebenso die vielen Menschen, die im Hintergrund arbeiten und deren Engagement nicht bei jedem Spiel unmittelbar sichtbar wird.

Dazu gehören die ehrenamtlichen Funktionärinnen und Funktionäre auf Vereins-, Spielbezirks- und Verbandsebene genauso wie diejenigen, die inzwischen mit großem Engagement und zunehmender Professionalität die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ihrer Vereine gestalten und damit sichtbar machen, wie vielfältig und lebendig der Handball in Sachsen-Anhalt ist. Dieses Engagement ist keine Selbstverständlichkeit.

Es ist das Fundament unseres Handballs.

Der HVSA bedankt sich deshalb ausdrücklich bei allen Sportfreundinnen und Sportfreunden, die Woche für Woche ihre Zeit, ihre Ideen, ihre Erfahrung und ihre persönliche Energie für unseren Sport einsetzen.

Ehrenamt bedeutet Verantwortung. Ehrenamt bedeutet Verlässlichkeit. Vor allem aber bedeutet Ehrenamt Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft verbindet unseren Verband – von der kleinsten Nachwuchsmannschaft bis hin  zur Verbandsebene. Sie macht das #TeamHVSA aus und bildet die Grundlage dafür, auch die kommenden Aufgaben gemeinsam anzugehen.

Nach zwei intensiven Tagen in Barleben bleibt vor allem eine Erkenntnis: In den vergangen 1,5 Jahren wurde viel auf den Weg gebracht – gleichzeitig liegen noch zahlreiche Aufgaben vor uns.

Der HVSA wird diesen Weg gemeinsam mit seinen Vereinen, seinen Gliederungen und den vielen ehrenamtlich engagierten Menschen weitergehen. Gemeinsam für den Handball in Sachsen-Anhalt.

 

Anruf HVSA-Geschäftsstelle