Von der Talentgruppe an die Sportschule

„Karate. Ich bin beim Karate.“ so in etwa lauteten die ersten Worte die Aaron Oels beim Handball. Doch beginnen wir von vorn. Im Jahr 2019 durfte Aaron als ein „Talentekind vom Land Sachsen-Anhalt“ beim Handballsport reinschnuppern. Jedes Jahr sucht das Land Sportler und Sportlerinnen für verschiedene Sportarten, u.a. Handball. Dazu können Schülerinnen und Schüler in der Grundschule sich für eine Talentesichtung qualifizieren. Talentetrainer Tobias Kerkau (HV Wernigerode) versucht seit Jahren so Kinder und Jugendliche für den Handballsport zu begeistern. Und dies hat Erfolg. Immer wieder begeistern sich Jungs und Mädels für den Handball und kommen in den Harzer Vereinen unter.

So kam es, dass Aaron ein Jahr lang das Handballtraining kennenlernen konnte. Und eigentlich bestand kaum Hoffnung, dass er bleibt. Immer wieder erwähnte Aaron, dass er gern beim Karate ist. Denn auch beim Karate war er erfolgreich.

Letztendlich versuchte sich Aaron nach dem Talentejahr Gott sei Dank weiter beim Handball. Zunächst noch schüchtern und zurückhaltend begab er sich in die Hände von HV Wernigerode Trainer Mario Stieglitz. Und jener Mario Stieglitz konnte Aaron stehts davon überzeugen, dass der Handballsport für ihn sehr wertvoll ist.

Und auch Corona stoppte Aaron nicht.

Je länger Aaron beim Handball war, desto mehr Verantwortung übernahm er bis heute an Verantwortung in seiner Mannschaft. Oft trainierte er bei der männlichen C-Jugend des HVW, somit bei den älteren Handballspielern, mit und viel sehr positiv auf.

Und so kam es, wie es kommen musste. Aaron überzeugte auch die HVSA Trainer von seinen Qualitäten. Nach nur drei Jahren heißt es somit auch schon wieder Abschied nehmen. Abschied nehmen von einem Sportler, der sein Herz am rechten Fleck hat, stets positiv ist und immer höflich. Zu den sportlichen Qualitäten muss nichts geschrieben werden.

Die Linkshand mit der Nummer 8 geht aber nicht ganz. Eventuell bekommt der HV Wernigerode noch ein Zweitspielrecht, sodass Aaron vielleicht noch das ein oder andere Spiel in Wernigerode bestreiten wird. Grundsätzlich geht Aaron den Schritt aber konsequent. Er wird ab dem neuen Schuljahr auf dem Internat in Magdeburg leben und dort sein Ziel am Landesleistungszentrum und beim SC Magdeburg weiter verfolgen.Der HV Wernigerode wünscht Aaron auf seinem Weg alles erdenklich Gute.

Nach Max Meyer, Sten Koletzki und Georg Löwen (aktueller U18 Nationalspieler bei SC Magdeburg Youngsters) ist Aaron binnen weniger Jahre bereits der vierte Sportler, der den Weg an die Sportschule geht. Dies zeigt die großartige Nachwuchsaarbeit beim HV Wernigerode.

Text/Foto: HV Wernigerode

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