Eine etwas andere Feriengestaltung erlebten 16 Mädels des Handball-Verbandes Sachsen-Anhalt (HVSA) vom 02.10. bis 10.10.2016 in Israel. Als Teil eines alljährlichen Jugendaustausches mit Gleichaltrigen aus dem Tel Aviver Vorort Holon besuchten die jungen Talente der drei Vereine Barleber HC, HSV Magdeburg und SV UNION Halle-Neustadt acht Tage lang das Land im mittleren Osten und konnten so viele unvergessliche Eindrücke und Erlebnisse sammeln.

Bereits seit drei Jahren pflegt der Handball-Verband Sachsen-Anhalt eine freundschaftliche Beziehung zu Maccabi Holon Youth Handball Sport Club aus Israel, aus der ein alljährlicher Jugendaustausch, bestehend aus Besuchen in Deutschland und Israel resultiert. Nachdem die diesjährige IN-Begegnung Anfang August in Magdeburg stattgefunden hat, ging es vergangene Woche nun für die Mädels im Alter von 14 bis 16 Jahren zum Gegenbesuch nach Israel. Ein vollgepacktes Programm sollte die jungen Nachwuchshandballerinnen in den acht Tagen erwarten, galt es doch Land, örtliche Gegebenheiten, vor allem aber Leute kennen und verstehen zu lernen sowie bereits geknüpfte Beziehungen zu gleichaltrigen Israelis zu vertiefen.

So gab es bei Ausflügen ins historische Yafo, dem modernen Hafen sowie der pulsierenden Innenstadt von Tel Aviv, dem Toten Meer, der Wüstenfestung Masada und dem geschichtsträchtigen Jerusalem jede Menge vom Land zu sehen. Vor allem die kulturelle Vielfalt konnte so, letztlich nicht nur beim Bummel durch die historische Altstadt von Jerusalem, immer wieder hautnah erlebt und damit das Verständnis für israelische Lebenseinstellungen geweckt werden. Das Thema Verständnis zog sich dabei wie ein roter Faden durch die Jugendbegegnung und wurde immer wieder eindrucksvoll aufgenommen. So konnten die jungen Talente beim „Dialog im Dunkeln“ nicht nur aus erster Hand simuliert erleben, wie sich Alltag für Menschen mit Sehbehinderung anfühlt, sondern erlebten ebenso den Shabbat in israelischen Gastfamilien. Eine zentrale Bedeutung kam außerdem der gemeinsamen Aufarbeitung der Shoa zu, wobei ein Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem nicht fehlen durfte.

Neben dem soziokulturellen Austausch nutzen die HVSA-Talente den Besuch auch, um sich sportlich zu betätigen. Zwar ging der Vergleich gegen die U17-Nationalmannschaft noch mit drei Toren verloren, jedoch konnte man sich aber beim landesweiten „Yaniv“-Gedenkturnier zu Ehren gefallener Soldaten des Youth Handball Sport Clubs Holon mit einer eindrucksvollen Mannschaftsleistung den Turniersieg sichern und damit für einiges Aufsehen sorgen. Abgerundet wurden die vielen positiven Eindrücke von optimalen Bedingungen vor Ort, die bei hochsommerlichen Temperaturen auch zum einen oder anderen Strandausflug einluden und damit vom nasskalten Wetter in Sachsen-Anhalt ablenkten.

Vollkommen erschöpft aber sichtlich beeindruckt ging es für die Mädels am Montag nach acht aufregenden Tagen wieder gen Heimat, wo nun die Vorbereitungen auf weitere sportliche Höhepunkte anstehen. Sichtlich zufrieden zeigte sich auch Delegationsleiter Carsten Krüger, der die Maßnahme 2013 ins Leben gerufen hat: „Ich finde es wirklich sehr beeindruckend, wie viele unvergessliche Erfahrungen unsere Mädels in den acht Tagen sammeln konnten. Der Austausch mit den israelischen Jugendlichen war dabei mindestens genauso faszinierend wie die persönliche Entwicklung jeder Teilnehmerin.“. Und so wird es sicher auch 2017 wieder eine Neuauflage geben, bei der Handball als Brücke zur Völkerverständigung dient.

Ein abschließender Dank gilt dem Deutschen Olympischen Sportbund, der die Austauschmaßnahmen mit Mitteln des KJP unterstützt und damit die Realisierung erst ermöglicht.

Für den HSVA waren dabei:
Cheyenne Huchel, Jasmin Damm, Laura Zander, Sophia Gabriel, Charlotte Clauß, Sophie Fahrenfeld, Corinna Schulz (alle Barleber HC), Christin Lübke, Anne Hofmann, Emely Lange, Emma Schwab, Lillie-Marin Belling, Nele Mertens (alle HSV Magdeburg), Jessica Rutsch, Lisa-Marie Östritz, Isabelle Rösner – Thomas Mertens, Mario Lange (Barleber HC), Anne Krüger, Denis Engel, Carsten Krüger (HVSA)

 

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